Rhetorik I : Problematische Fragen und Umgang mit den Konflikten im Team

 

Frei nach „Knill + Knill Kommunikationsmanagement“  (www.rhetorik.ch)

 

Bearbeiten Sie in den Gruppen (Gruppe a, b... Text 1, Gruppe c,d.. Text 2, Gruppe e, f Dokument 3) die folgenden Texte. Notieren Sie Stichwörter zu den Hauptinformationen. Tragen Sie Kommilitonen aus einer anderen Gruppen vor, was Sie in den Dokumenten an Informationen gefunden haben. Notieren Sie die Infos aus den anderen Texten!

 

v      Hinweise zum ersten Text

- Definieren Sie eine manipulative Frage anhand von dem Text!

- Welche Methoden werden im Text vorgestellt, um richtig auf eine manipulative Frage zu reagieren.

- Erklären Sie die angebotenen Möglichkeiten anhand von selber erfundenen Beispielen, oder von selber erlebten Beispielen.

 

v      Hinweise zum zweiten Text

- Was ist der Konfliktmanagement? Inwiefern ist der Konfliktmanagement wichtig? Wie lässt sich einen Konflikt lösen?

- Welche Konfliktarten können auftreten?

- Wann haben Sie zum letzten Mal einen sozialen Konflikt gehabt? Von welcher Art? Wie haben Sie darauf reagiert?

 

v      Hiweise zum dritten Dokument

- Worum handelt es sich in diesem Dokument?

- Welche autoritären und unüberlegten Mittel werden  angewandt, um auf einen Konflikt zu reagieren?

- Wann haben Sie zum letzten Mal einen Konflikt erlebt? Erzählen Sie, ob Sie schlecht oder richtig darauf reagiert haben!

 

Benotet: Vierer Gruppen

 

Schreiben Sie ein Szenario mit 4 Personen, die in eine Konfliktsituation geraten, die sie entweder lösen, oder aber nicht managen können.

Legen Sie fest:

v      Wo (In einem Unternehmen, an der Uni, in einer Wohngemeinschaft...)

v      Wer (bestimmen Sie die Funktionen, die Hierarchiestufen, die Charaktere)

v      Worüber (umreissen Sie die Thematik des Konfliktes, die verschiedenen Standpunkte)

v      Wie (welche Art von Fragen, Antworten, Reaktionen)


Text 1 Manipulative Fragen

 

Auf Konferenzen, Geschäftsleitungssitzungen, Seminaren werden Sie bestimmt mit folgendem Problem konfrontiert werden, und zwar damit, daß Sie manipulativ gefragt werden werden. Wie kann man und muß man darauf reagieren.

Zuerst mal die manipulative Frage erkennen. Wenn zum Beispiel der Vorsitzende bei einer Sitzung so fragt: "Ich gehe davon aus, dass jetzt wirklich keine Frage mehr offen ist, oder?". Dann ist es sicher, dass alle Anwesenden stumm bleiben. Warum? Wo liegt darin die Manipulation? In der Frage ist eine Aussage enthalten, und zwar: „ich war so klar, daß keine Fragen hier nötig sind, es sei denn, sie wollen mich persönlich angreifen“.

Es sind andere Möglichkeiten, einen Redner aus der Fassung zu bringen, bewusst oder unbewusst. Wie zum Beispiel mit der Aussage:

-"Das, was Sie soeben gesagt haben, überzeugt nicht!" sagt der Kollege X .

- "Warum nicht?" antwortet der Kollege Y.

Was ist falsch an dieser Reaktion? Die Rückfrage ermöglicht dem Kontrahenten in aller Breite seine Gegenargumente noch einmal vorzutragen und sie im Bewusstsein der anderen Anwesenden zu verankern. Die Rückfrage gibt dem Kritiker eine freie Plattform.

Es gilt also folgende Regel zu verfolgen. Wenn wir merken, dass mit der Frage die Schattenseite der eigenen Argumentation verstärkt wird, müssen wir antworten und nicht zurückfragen.

Vor allem dann, wenn versucht wird, Sie gezielt zu positionieren, dürfen Sie folgende Lenkungstechniken anwenden.

- Überhören Sie die Frage

"Diese Frage geht am Kern der Sache vorbei. Wir reden von dem Niveau der Studenten. Hier müssen wir unbedingt zu den Erstsemestlern erwähnen, dass...."

- Theoterisieren die Frage

"Recht theoretisch diese Frage! In der Praxis sehen wir, dass......."

- Betonen Sie die Inkompetenz des Fragestellers

"Als Angestellter müssten Sie wissen, dass....."

- Fokussieren Sie die Frage (Thema begrenzen)

"Sie beleuchten mit Ihrer Frage ein völlig themenfremdes Gebiet. In unserem Gespäch sprachen wir von......"

- Bewerten Sie die Frage

"Entschuldigung. Diese Frage ist zu abstrakt. Die Bevölkerung möchte wissen, was....... Deshalb......"

- Interpretieren Sie die Frage

"Ihre Frage bezieht sich auf ........ (XY). Wir haben jedoch ..den (Z).. Aspekt angesprochen. Dazu muss man noch sagen:......."

- Ersetzen Sie die Frage

„Ihre Frage streift das Theme nur. Die wichtigste Frage für das Publikum lautet: .....?"

- Adressieren Sie die Frage neu

"Diese Frage müssten Sie den Kunden stellen. Wir können zu...(XY)...sagen, dass......"

- Engen Sie die Frage ein (lassen Sie Begriffe definieren)

"Bevor wir auf diese Frage eingehen können, müssten Sie zuerst klären, was Sie unter..(X).... verstehen."

 

 

 


Text 2

Konfliktarten

Wo gearbeitet wird, gibt es Konflikte. Wir müssen lediglich lernen, mit Konflikten umzugehen. Wer mit Konflikten sinnvoll umgehen lernt, wird konfliktfähig. Etwas vom WICHTIGSTEN ist dabei die Erkenntnis: Auftretende Konflikte sind sofort anzusprechen und auszutragen, d.h. raschmöglichst, falls der Zeitpunkt ungünstig wäre. Im Alltag bei der Teamarbeit dominieren folgende Konfliktarten:

Sach-oder inhaltliche Konflikte: Sachkonflikte treten bei Meinungsdifferenzen auf oder wenn unterschiedliche Standpunkte hinsichtlich der Aufgabe auftreten. Wenn auf der Beziehungsebene keine Spannungen herrschen, können auch recht langwierige Diskussionnen problemlos geführt werden.

 

Strukturkonflikte : Wenn das Problem in der Struktur eines Teams verankert ist,d.h. wenn Personen aus verschiedensten Hierarchiestufen zusammenarbeiten und ein Höhergestellter seine dominante Position trotz Teamsituation geltend macht, dann kommt es zwangsläufig zu Strukturkonflikten. In einem derartigen Fall müssen sofort die Spielregeln deutlich festgelegt werden . Vielleicht genügt der Hinweis: "In unserem Team sind alle gleichberechtigt hinsichtlich Vorschlägen."

Wertkonflikte : Wertkonflikte basieren auf den unterschiedlichen Werthaltungen der Beteiligten. Da kaum jemand von der eigenen Wertvorstellung abrückt und auch selten jemand von einer fremden Wervorstellung überzeugt werden kann, ist bei Wertkonflikten ein Diskutieren sinnlos. Wir müssen in diesem Fall auf die Unterschiede hinweisen und müssen versuchen, Verständnis für die unliebsame Vorstellung zu schaffen (Toleranz).

 
Jedes Team, das länger zusammenarbeitet, muss die eigenen Arbeitsweise unbedingt von Zeit zu Zeit zur Diskussion stellen und klären, wie die Konflikte entstehen. Dieses Reflektieren über die Ursachen der laufenden Konflikte ist hilfreich. Der angebliche Zeitverlust der Konfliktanalyse wird dann letztlich zum Zeitgewinn.


Dokument 3 Konflikthandhabung

 

 

Schlecht

 

Besser

Persönlich angreifen

besser ist

Problem in den Mittelpunkt stellen.

Sie versuchen, den Willen des andern zu brechen.

besser ist

Sie versuchen, mit Sachargumenten und Fakten zu überzeugen.

Versuchen, selbst zu gewinnen und den anderen zu vernichten.

besser ist

Einen gemeinsamen Weg zur Lösung des Problems suchen.

Druck ausüber

besser ist

Mit Argumenten überzeugen.

Sie lassen dem Partner keine Rückzugsmöglichkeiten.

besser ist

Sie kommen dem andern so entgegen, sodass er seine Position ohne Gesichtsverlust verändern kann.

Sich bei der Urteilsbildung zu früh festlegen.

besser ist

Weiterhin offen bleiben für überzeugende Argumente.

Möglichkeiten sind begrenzt, weil Sie nur ein Entweder-oder sehen.

besser ist

Es gibt für Sie eine breite Palette von Möglichkeiten, ein Mehr oder Weniger.

 

 


Übersetzen Sie den folgenden Text aus Knill + Knill Kommunikationsberatung

 

"Nur wer wesentlich schweigen kann, kann wesentlich reden" Schweigen ist aktives Zuhören.

 

Sie wundern sich vielleicht, dass das Schweigen ein wichtiges Element der Rhetorik ist. Aber "Wenn die Leute wüssten, dass 70% von dem, das sie sagen, wieder gegen sie verwendet werden kann; so würden sie viel weniger reden." Denn: Schweigen heisst nicht einfach "Still sein" oder "Nichts sagen" sondern aktives Zuhören. H. Netzer schreibt: „Schweigen ist die Pause zum Denken, nicht vom Denken. Es geht um das Schweigen als Denkpause (Denkzimmer)“.
Vor allem dann, wenn heikle oder überraschende Fragen gestellt werden - dann muss immer zuerst nachgedacht werden. Wir haben einmal in einem Seminar den Redeprozess wie folgt skizziert: "Hören bis zum letzten Wort" d.h. konzentriert, aufmerksam zuhören dann warten, schweigen, nachdenken, überlegen, evt. laut reflektieren und erst dann reden".
Bewusstes beabsichtigtes Schweigen, im Sinne einer Stellungnahme, kann unter Umständen selbst zu einer Antwort werden. Wer nicht gelernt hat, gezielt zu schweigen, verzichtet auf eines der wichtigsten Mittel der Rhetorik. In unseren Coachings ist die Denkpause einer der wichtigsten Parameter der Überlegenheit. Leute, die unsicher sind, verunsichert wurden, signalisieren mit dem zu raschen Antworten, dass sie den Boden unter den Füssen verloren haben. Nur wer überlegen ist, kann sich das Überlegen leisten.
Tatsächlich: In zahlreichen Gesprächssituationen kann keine Antwort die beste Antwort sein. Bei der provokativen Rhetorik, bei persönlichen Angriffen, bei emotional geprägten Ueberraschungen kann ein kurzes Schweigen - verbunden mit einem nonverbalen Signal "Aber bitte nicht so!" - die aussagekräftigste Entgegnung sein.

 

 

Vokabeln zu Rhetorik I

 

an/greifen (ei,i,i)

attaquer

an/wenden (a,a)

appliquer

anwesend

présent

auf der politischen Ebene

au niveau politique

aus/gehen (e,i,a) von +dat

partir du principe que

beleuchten

éclairer

bewusst

consciemment

beziehen, sich auf +acc

se rapporter à

beziehung, die (en)

relation

ebene, die

plaine

eng

étroit

enthalten (ä,ie,a)

contenir

entstehen (a,a)

naître

entweder ... oder

soit ... soit

erkennen, etw (e,a,a)

reconnaître

ermöglichen, jm etw

donner la possibilité à

ersetzen

remplacer

erwähnen

évoquer

Gebiet, das

domaine

geltend machen

faire valoir

genügen

suffire

Geschäftsleitung, die

la direction d’une entreprise

herrschen

dominer, régir

Inhalt, der (e)

contenu

kaum

à peine

Kern, der (e)

noyau

Kontrahent, der (en,en)

adversaire ou partenaire selon le contexte

lenken

guider diriger

lösen

résoudre

nötig

nécessaire

reagieren, auf +acc

réagir à

Rückzug, der

retraite, se retirer

Schatten, der

ombre

sinnvoll

sensé

Sitzung, die

conférence, réunion de travail etc..

Spannung, die

tension

Stufe, die (n)

étage, marche

stumm

muet

trotz +gen

malgré

überzeugen

persuader

Umgang, der mit +dat

ici la gestion de

unbedingt

absolutment

ungünstig

défavorable

Unterschiedlich, Unterschied, der (e), unterscheiden (ie,ie)

différent

Ursache, die (n)

cause

urteilen, beurteilen

juger

verankern

ancrer

verfolgen etw

poursuivre, suivre

vernichten

détruire

verstärken

renforcer

vorbei/gehen an +dat

passer devant quc

Vorschlag, der (ä,e)

proposition

Vorsitzende, der 

directeur, président etc...

Vorstellung, die (en)

représentation intellectuelle

Wert, der (e), bewerten

valeur, évaluer

Wille, der (n,n)

volonté

Ziel, das (e)

but

zwangsläufig

obligatoirement

zwingen (a,u)

obliger

 


Version (Sören Kierkegaard)

 

« Seul celui qui sait garder un silence absolu, sait parler de l’absolu ». Le silence est une écoute active »

 

Vous serez peut-être étonné d’entendre que le silence est un élément important de la /en rhétorique. Mais « si les gens savaient que 70% de ce qu’ils disent peut être réutilisé contre eux, alors ils parleraient moins. » Car le silence ne signifie pas simplement rester silencieux ou ne rien dire, mais signifie au contraire l’écoute / une écoute active. HNetzer écrit (à ce sujet) : Le silence est l’arrêt nécessaire à la pensée et non pas l’arrêt de la pensée / qui dispense de penser. Il s’agit du silence comme étant un arrêt sur la pensée (une pièce où penser)

Et surtout lorsque des questions délicates ou surprenantes sont posées – alors il faut toujours d’abord réfléchir. Nous avons une fois dans un séminaire / à l’’occasion d’un séminaire  tracé / ébauché le processus de discours comme suit : «  écouter jusqu’au dernier mot, c-à-d écouter l’interlocuteur de manière concentrée et attentive, puis attendre, se taire et réfléchir et réfléchir au problème, éventuellement à haute voix et ne parler / se prononcer qu’à ce moment- là.

Un silence conscient et intentionné, au sens d’une prise de position, peut le cas échéant / éventuellement devenir lui-même une réponse. Celui qui n’a pas appris à positionner son silence / avoir un silence ciblé renonce à un des moyens les plus importants de la rhétorique. Dans nos séances de coaching l’arrêt sur la pensée est l’un des paramètres les plus importants de la supériorité. Les personnes, qui ne sont pas sûres d’elles ou qui ont été désorientées / qui ont perdu leurs moyens, signalent par une réponse trop rapide qu’elles ont perdu pied. Seul celui qui est supérieur  peut se permettre de réfléchir.

En effet : dans de nombreuses situations de conversations l’absence de réponses peut être la meilleure réponse. Lors d’une rhétorique de la provocation, lors d’attaques personnelles, lors de surprises marquées par l’émotion, un silence bref- accompagné par/ d’ un signal non verbal « pas comme ça je vous prie/ sur ce ton s’il vous plait »- peut être la réplique la plus percutante.


Vokabeln zum Streitgespräch

 

Seine Meinung äußern

Ich bin der Ansicht / der Meinung / der Auffassung

De mon point de vue

À mon avis

Pour moi

Was x,y, betrifft / angeht

En ce qui concerne y,x

Pour ce qui est de ..

Im Hinblick auf

En matière de …

Compte tenu de …

Auf der …. Ebene

Sur le plan …

In bezug auf +acc

En rapport à

En tenant compte de ..

Einerseits … andererseits

D’une part d’autre part

Im Allgemeinen … in diesem Fall

En général … dans le cas précis

Es hängt davon ab, wie /wenn/ ob/ mit wem

Es kommt darauf an, ob, wann, wer

Cela dépend de la façon dont ..

 

Cela dépend si, quand, qui …

Und nun komme ich zu X,Y

Et maintenant pour ce qui est de ..

Et maintenant j’en viens  à

Darf ich noch kurz auf das Problem Yx zu sprechen kommen

Puis-je encore me permettre d’évoquer rapidement le problème

Darf ich noch auf die Frage XY eingehen

Si je peux me permettre d’ajouter quelques mots quant à la question de …

Hinsichtlich +gen

Pour ce qui est de

Quant à

In politischer Hinsicht

Du / au point de vue politique

Kurz gesagt

En un mot

Mir scheint, daß

Il me semble que

Ich habe den Eindruck, daß

J’ai l’impression que

Soviel ich weiß,

pour autant que je le sache, …

Es besteht kein Zweifel, daß

Il ne fait aucun doute que

Bezüglich +gen

Au sujet de , relativement à

Es liegt doch auf der Hand, daß

Il va de soi que

Sein Mißverständnis ausdrücken

Das spielt hier dort keine Rolle

Cela n’a ici aucune importance

Was hat das aber mit unserem Problem zu tun?

En quoi cela concerne-t-il notre problème ?

Das ist ja unerhört !

Non mais c’est incroyable

Sie ticken ja nicht richtig

Vous déconnez ou quoi

Ich bin damit absolut nicht einverstanden

Je ne suis absolument pas d’accord

Da bin ich anderer Meinung

Là, je suis d’un autre avis

Da kann ich leider nicht zustimmen

Là je ne peux  malheureusement pas vous suivre

Sehr eindrucksvoll, aber völlig daneben

Très impressionnant mais complètement à côté

Auf keinen Fall

En aucun cas

Ganz und gar nicht

Pas du tout

Das haben Sie falsch verstanden. Es geht nicht um …., sondern um …

Vous n’avez pas compris. Il s’agit de … et non pas de …

 

 

Kommt gar nicht in Frage

Il n’en est pas question

Strategisch widersprechen

Ich verstehe, was sie meinen, aber

Je comprends ce que vous voulez dire, mais

Kann sein, meinen Sie nicht auch, dass

Peut-être, mais ne pensez-vous pas que

Ich glaube, Sie berücksichtigen nicht genug die Tatsache, dass

Il me semble que vous ne prenez pas assez en compte le fait que

Das halte ich doch für problematisch

Cela me semble problématique

Entschuldigen Sie, aber ich sehe die Sache anders

Je vous prie de m’excuser, mais quant à moi je vois les choses différemment

Ich kann Ihnen leider nicht zustimmen

Je ne peux malheureusement pas vous suivre

Da haben Sie zwar recht, aber

Là vous avez certes raison, mais

Es stimmt schon, daß … aber

Certes cela est vrai, mais

Ich verstehe Ihren Standpunkt, aber

Je comprends votre point de vue, mais

Ich befürchte leider, dass ich hier …

Je crains de ne malheureusement pas pouvoir vous suivre …

Darf ich mein Bedenken ausdrücken, was … angeht

Je voudrais émettre quelques réserves quant à…

Entschuldigung, wenn ich danach frage, aber …

Je vous prie d’excuser cette question, mais …

Wollen Sie denn behaupten, daß

Ne seriez-vous pas en train de prétendre que …

Mich würde mal auch interessieren, zu erfahren, wie / …

Ce qui me paraît alors intéressant, c’est de savoir comment …

Vielen Dank für die Kritik. Ich werde darüber nachdenken, aber …

Je vous remercie pour la critique. J’en tiendrais compte, mais

Teilweise kann ich Ihnen zustimmen, aber

Dans un certain sens, je peux vous suivre, mais

Seine Zustimmung ausdrücken

Da bin ich ganz Ihrer Meinung

Je suis sur ce point tout à fait de votre avis

Das, was Sie eben gesagt haben, gefällt mir ganz und gar

Ce que vous venez de dire, me plaît sans aucune réserve

Dazu fällt mir noch ein, dass…

Je pense justement sur ce point …

Ich darf vielleicht ergänzen

Me permettrez-vous d’ajouter que

Darf ich noch hinzufügen, daß

Puis-je ajouter que …

Sie erwähnen gerade das …. Dazu möchte ich noch sagen, dass

Vous venez d’évoquer le …. Sur ce point je voudrais ajouter que …

Sie haben in diesem Punkt vollkommen recht.

Vous avez totalement raison sur ce point.

 

 

 


Vokabeln zum Streitgespräch

 

Seine Meinung äußern

Ich bin der Ansicht / der Meinung / der Auffassung

De mon point de vue

À mon avis

Pour moi

Was x,y, betrifft / angeht

En ce qui concerne y,x

Pour ce qui est de ..

Im Hinblick auf

En matière de …

Compte tenu de …

Auf der …. Ebene

Sur le plan …

In bezug auf +acc

En rapport à

En tenant compte de ..

Einerseits … andererseits

D’une part d’autre part

Im Allgemeinen … in diesem Fall

En général … dans le cas précis

Es hängt davon ab, wie /wenn/ ob/ mit wem

Es kommt darauf an, ob, wann, wer

Cela dépend de la façon dont ..

 

Cela dépend si, quand, qui …

Und nun komme ich zu X,Y

Et maintenant pour ce qui est de ..

Et maintenant j’en viens  à

Darf ich noch kurz auf das Problem Yx zu sprechen kommen

Puis-je encore me permettre d’évoquer rapidement le problème

Darf ich noch auf die Frage XY eingehen

Si je peux me permettre d’ajouter quelques mots quant à la question de …

Hinsichtlich +gen

Pour ce qui est de

Quant à

In einer politischen Hinsicht

Du / au point de vue politique

Kurz gesagt

En un mot

Mir scheint, daß

Il me semble que

Ich habe den Eindruck, daß

J’ai l’impression que

Soviel ich weiß,

pour autant que je le sache, …

Es besteht kein Zweifel, daß

Il ne fait aucun doute que

Bezüglich +gen

Au sujet de , relativement à

Es liegt doch auf der Hand, daß

Il va de soi que

Sein Mißverständnis ausdrücken

Das spielt hier dort keine Rolle

Cela n’a ici aucune importance

Was hat das aber mit unserem Problem zu tun?

En quoi cela concerne-t-il notre problème ?

Das ist ja unerhört !

Non mais c’est incroyable

Sie ticken ja nicht richtig

Vous déconnez ou quoi

Ich bin damit absolut nicht einverstanden

Je ne suis absolument pas d’accord

Da bin ich anderer Meinung

Là, je suis d’un autre avis

Da kann ich leider nicht zustimmen

Là je ne peux  malheureusement pas vous suivre

Sehr eindrucksvoll, aber völlig daneben

Très impréssionant mais complètement à côté

Auf keinen Fall

En aucun cas

Ganz und gar nicht

Pas du tout

Das haben Sie falsch verstanden. Es geht nicht um …., sondern um …

Vous n’avez pas compris. Il s’agit de … et non pas de …

 

 

Kommt gar nicht in Frage

Il n’en est pas question

Strategisch widersprechen

Ich verstehe, was sie meinen, aber

Je comprends ce que vous voulez dire, mais

Kann sein, meinen Sie nicht auch, dass

Peut-être, mais ne pensez-vous pas que

Ich glaube, Sie berücksichtigen nicht genug die Tatsache, dass

Il me semble que vous ne prenez pas assez en compte le fait que

Das halte ich doch für problematisch

Cela me semble problématique

Entschuldigen Sie, aber ich sehe die Sache anders

Je vous prie de m’excuser, mais quant à moi je vois les choses différement

Ich kann Ihnen leider nicht zustimmen

Je ne peux malheureusement pas vous suivre

Da haben Sie zwar recht, aber

Là vous avez certes raison, mais

Es stimmt schon, daß … aber

Certes cela est vrai, mais

Ich verstehe Ihren Standpunkt, aber

Je comprends votre point de vue, mais

Ich befürchte leider, dass ich hier …

Je crains de ne malheureusement pas pouvoir vous suivre …

Darf ich mein Bedenken ausdrücken, was … angeht

Je voudrais émettre quelques réserves quant à…

Entschuldigung, wenn ich danach frage, aber …

Je vous prie d’excuser cette question, mais …

Wollen Sie denn behaupten, daß

Ne seriez-vous pas en train de prétendre que …

Mich würde mal auch interessieren, zu erfahren, wie / …

Ce qui me paraît alors intéressant, c’est de savoir comment …

Vielen Dank für die Kritik. Ich werde darüber nachdenken, aber …

Je vous remercie pour la critique. J’en tiendrais compte, mais

Teilweise kann ich Ihnen zustimmen, aber

Dans un certain sens, je peux vous suivre, mais

Seine Zustimmung ausdrücken

Da bin ich ganz Ihrer Meinung

Je suis sur ce point tout à fait de votre avis

Mir gefällt ganz und gar, das, was Sie eben gesagt haben

Ce que vous venez de dire, me plaît sans aucune réserve

Dazu fällt mir noch ein, dass…

Je pense justement sur ce point …

Ich darf vielleicht ergänzen

Me permettrez-vous d’ajouter que

Darf ich noch hinzufügen, daß

Puis-je ajouter que …

Sie erwähnen gerade das …. Dazu möchte ich noch sagen, dass

Vous venez d’évoquer le …. Sur ce point je voudrais ajouter que …

Sie haben in diesem Punkt vollkommen recht.

Vous avez totalement raison sur ce point.

 


Zweite Sitzung Rhetorik  „Kreativität im Team“

 

Frei nach Knill + Knill Kommunikationsberatung www.rhetorik.ch

 

Zu viele Verbote, Gebote und Normen blockieren Denkprozesse. Zu viele Scheren im Kopf lassen uns stagnieren. Probleme lösen Menschen besser, wenn sie begeistert kommunizieren, Bewegungslosigkeit bekämpfen und ganz besonders neugierig fremde Ideen begutachten.

 

 

1) Übersetzen Sie!

 

Das Phänomen der Kreativität spielt für die Kommunikation eine grosse Rolle. Mit kreativen Prozessen wollen wir Probleme lösen, die Differenz zwischen Ist- und Sollzustand aufheben. In diesem Beitrag werden entscheidende Faktoren des kreativen Vorganges erläutert und in einen Zusammenhang mit Kommunikation gestellt.

 

Führungspersönlichkeiten, Teams oder einzelne Mitarbeiter fragen sich bei ihrer Arbeit immer wieder, wie gute Ideen oder der Scharfblick für Probleme und Lösungen gefördert werden könnten. Während früher Fähigkeiten wie Innovation, Improvisation und auch Intuition eher unbeachtet blieben, finden sie heute grösste Beachtung. Die Innovation verlangt nach Phantasie, Kreativität, Visionen. Die Stärke der Improvisation zeichnet sich durch schnelle Entscheidungsfähigkeit, rasches Urteilsvermögen, situatives Denken und vor allem durch Flexibilität aus: es ist besser, eine zu 80 Prozent taugliche Lösung rechtzeitig anbieten zu können, als eine zu 90 Prozent geeignete, die zu spät folgt. Die Intuition schliesslich ist eng verknüpft oder lebt geradezu von der inneren Wahrnehmung. Jeder Mensch kann instinktiv und intuitiv urteilen. Einige Verfahren und Techniken haben sich im Bereich der Kreativität innerhalb von Teams bewährt und werden hier vorgestellt.

 

2) Gruppenarbeit (Benotet)

Anhand der unten aufgelisteten Methoden soll jede Arbeitsgruppe mit einer bestimmten Methode eine Simulation zum Thema „Streitgespräch unter Studenten des Studentenclubs“ erstellen und vor den anderen vorspielen.

 

 


 


Das klassische Brainstorming:

 

Das Problem wird formuliert. Lösungsvorschläge werden spontan genannt, ohne lange nachzudenken. Es wird alles notiert, was zu hören ist. Alle Assoziationen werden akzeptiert. Kein Beitrag wird gewertet, verworfen, favorisiert. Kommentare sind nicht erlaubt. Die Dauer des Brainstormings ist limitiert. Jetzt erfolgt die Auswertung der Gedanken, die Diskussion.


 

Galerie-Methode:

 

Beispiel einer Brainwriting methode. Das arbeitende Team befestigt an einer Wand grosse Blätter, wie Bilder in einem Ausstellungsraum.
Jedes Teammitglied steht vor einem Blatt. Der Teamleiter gibt das Problem bekannt. Auf jedem Blatt werden drei Lösungsvorschläge notiert. Nach einer Minute wechseln die Teammitglieder im Uhrzeigersinn zum nächsten Blatt und lesen die geschriebenen Gedanken.
Es kommt zu neuen Lösungsvorschlägen, fremde und eigene Gedanken mischen sich.
Nach ca. 15 Minuten wird der Vorgang gestoppt, die Detaildiskussion folgt.

 

 

Geistige Position ändern:

 

In einem Team wird um eine Sachfrage hart debattiert: Die Mitglieder streiten über ein grundsätzliches Rauchverbot. Positionen werden bezogen und in aller Regel nicht mehr verlassen. Nun bittet der Teamleiter, Positionen und Standpunkte auszutauschen, Befürworter des Rauchverbotes werden zu Gegnern und umgekehrt. Diese Umpositionierung macht die Teammitglieder nicht nur kommunikativer im offenen und positiven Sinne, sie trägt auch zur Gedankenvervielfältigung bei.

 

 

Walt Disney-Methode

 

Walt Disney soll in seinem Büro drei verschiedene Sessel benutzt haben: Einen zum Träumen, einen zum Planen und einen Sessel, um alles kritisch zu reflektieren. In Anlehnung an die Disney -Methode werden heute von vielen Firmen Probleme bewusst von diesen drei Seiten beleuchtet, die des Träumers, die des Realisten und die des Kritikers. Zum Beispiel sollten neue Computer beschafft werden. Der Träumer schwärmt von den besten, die teuer, aber sehr effizient sind. Der Kritiker weist darauf hin, dass neue Computer das Budget sprengen und somit nicht in Frage kommen. Der Realist seinerseits weist darauf hin, dass Computer gekauft werden könnten, sofern ein anderes Projekt verschoben wird. Fazit: Lösungen in Teams lassen sich besser finden, wenn Sachverhalte unterschiedlich betrachtet werden.

 

Mind-map-Methode: (auch Clustern)

 

Basierend auf der Tatsache, dass unser Gehirn Informationen besser verarbeiten kann, wenn wir sie mit Pfeilen, Symbolen und Farben illustrieren, ist die sogenannte Mind-map-Methode entwickelt worden. In der Mitte des Gedankenbildes steht das Hauptthema, von dem aus alle Neben- und Untergedanken abgeleitet werden. Jede dieser Methoden beschreibt eine zentrale Erkenntnis. Ideen kommen im Dialog mit anderen Menschen meistens unverhofft oder nur in Verknüpfung mit verschiedenen Elementen. Dazu gehört, dass wir auf der Suche nach Lösungen fremde Gedanken akzeptieren, und erst viel später, falls nötig, verwerfen. Daraus kann folgende These abgeleitet werden, die für alle kommunizierenden Teams, Führungskräfte und Mitarbeiter Geltung hat: Zu viele Verbote, Gebote und Normen blockieren Denkprozesse. Zu viele Scheren im Kopf lassen uns stagnieren. Probleme lösen Menschen besser, wenn sie begeistert kommunizieren, Bewegungslosigkeit bekämpfen und ganz besonders neugierig fremde Ideen begutachten.

 

6-W Fragetechnik

 

Wenn das Ziel ist, ein globales Thema z.B. für ein Referat zu bearbeiten, lohnt es sich, das Thema durch gezielte Fragen zu ergründen.

Was /Wann /Wer /Wie /Wo /Warum

 

 

Kopfstandtechnik

 

Die Kopfstandtechnik ist eine Technik, um konkrete Probleme zu lösen.

Aufgabe

den Studenten ermöglichen, sich in 140 Stunden in Deutschland zu verständigen »

» Anti-Aufgabe

den Studenten ermöglichen, sich in 350 Stunden in  Deutschland nicht zu verständigen

 

Lösung

Anti-Lösung

anspruchsvolles Unterrichtsniveau

Einfaches, kontraproduktives Unterrichtsniveau

 


Hörtext Kreativität im Team

Sie haben als Arbeitszettel die Notizen von einem Studenten zu dem Hörtext „Kreativität im Team. Der Student hat leider nicht alles richtig verstanden. Sie hören den Hörtext zweimal und unterstreichen in den Notizen des Studenten das, was er falsch verstanden hat. Dann versuchen Sie ohne die Hilfe des Hörtextes, die Infos zu korrigieren. Danach hören Sie den Hörtext noch einmal und korrigieren die Infos.

 

Ich begrüße Sie hier im Namen des„Kommunikationsberatungsunternehmens Ich und Du“. Mein Name ist Jürgen Müller und ich bin hier zuständig für die Seminare zum Thema Kreativität im Team. Das Phänomen der Kreativität spielt für die Kommunikation eine grosse Rolle. Mit kreativen Prozessen wollen wir Probleme lösen. In diesem Vortrag werden entscheidende Methoden des kreativen Prozesses erklärt. Während früher Fähigkeiten wie Innovation, Improvisation und auch Intuition eher für nicht wichtig gehalten wurden, sind sie heute in dem Unternehmen sehr wichtig. Die Innovation verlangt nach Phantasie, Kreativität, Visionen.

 

Bei der Brainstorming – Methode wird das Problem  formuliert. Lösungsvorschläge werden spontan genannt, ohne lange nachzudenken. Es wird alles notiert, was zu hören ist. Alle Assoziationen werden akzeptiert. Kein Beitrag wird gewertet, verworfen, favorisiert. Kommentare sind nicht erlaubt. Die Dauer des Brainstormings ist limitiert. Jetzt erfolgt die Auswertung der Gedanken, die Diskussion.


 Die folgende Methode ist die Brainstorming und Brainwriting Methode, auch Galerie-Methode genannt. Das arbeitende Team arbeitet mit großen Plakaten wie bei einer Ausstellung. Jedes Teammitglied steht vor einem Blatt. Der Teamleiter gibt das Problem bekannt. Auf jedem Blatt werden drei Assoziationen oder Lösungen notiert. Nach einer Minute geht jeder Teilnehmer zum nächsten Plakat und schreibt Assoziationen zu den geschriebenen Wörtern. Nach ca. 15 Minuten wird der Vorgang gestoppt, die Detaildiskussion folgt.

 

Die dritte Methode besteht darin, die intellektuelle Position zu ändern. Dann müssen systematisch bestimmte Pro und Kontra Positionen ausgetauscht. Diese Umpositionierung macht die Teammitglieder nicht nur kommunikativer im offenen und positiven Sinne, sie trägt auch zur Gedankenvervielfältigung bei.

 

 

Die vierte Methode ist die Walt Disney-Methode. Walt Disney soll in seinem Büro drei verschiedene Stühle benutzt haben: Einen zum Träumen, einen zum Planen und einen Stuhl, um alles kritisch zu reflektieren. In Anlehnung an die Disney -Methode werden heute von vielen Firmen Probleme bewusst von diesen drei Seiten beleuchtet, die des Träumers, die des Realisten und die des Kritikers.

Die Mind Map Methode ist die fünfte Methode, die ich jetzt ansprechen möchte: Unserer Geist kann Informationen besser bearbeiten, wenn wir sie mit, Symbolen und Farben illustrieren. In der Mitte des Gedankenbildes steht das Hauptthema, von dem aus alle Neben- und Untergedanken assoziiert werden. Ideen kommen im Dialog mit anderen Ideen. Wir suchen nach Lösungen und müssen fremde Gedanken akzeptieren, und erst viel später, falls nötig, verwerfen. Denn zu viele Verbote, Gebote und Normen blockieren Denkprozesse.

 

Die letzte Methode ist die 6-W Fragetechnik. Wenn das Ziel ist, ein globales Thema z.B. für ein Referat zu bearbeiten, lohnt es sich, das Thema durch gezielte Fragen zu forschen. Was /Wann /Wer /Wie /Wo /Warum

 


Arbeitszettel des Studenten mit falschen Infos


Themen zu „Kreativität in Team“

 

-         Wer bin Ich?

-         Präsentation der idealen Ingenieurhochschule oder des idealen Instituts für Politikwissenschaften (Rekrutierung, Curriculum, Bewertung, Internationale Beziehungen, Werbung u.s.w.)

-         Der ideale Student / der ideale Prof / der ideale Politiker

-         Werbung fuer Deutschland

-         Kommentar zu den Zitaten

 

Darin besteht das Wesen der Wissenschaft. Zuerst denkt man an etwas, das wahr sein könnte. Dann sieht man nach, ob es der Fall ist und im allgemeinen ist es nicht der Fall. Bertrand Russell (1872-1970), brit. Philosoph u. Mathematiker, 1950 Nobelpr. f. Lit.

 

Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle. Albert Einstein (1879-1955), dt.-amerik. Physiker (Relativitätstheorie), 1921 Nobelpr.

 

(Politik ist..) Die Lust und, wenn man so will, die Leidenschaft, Probleme zu lösen, Welt, Gesellschaft, Umgebung, Ökologie, Ökonomie zu gestalten. Walter Momper (*1945), dt. Politiker (SPD), 1989-90 Reg. Bürgermeister von Berlin

 

Politik ist offenbar die Kunst des Machbaren und nicht des unbedingt Wünschbaren. Lothar de Maizière (*1940), dt. Politiker (CDU), 1990 Min.-Präs. DDR

 

Wenn man die Geschichte betrachtet, die ja schließlich das Ergebnis der Politik ist, dann kann einem vor dieser Kunst nur grausen. Ernst von Siemens (1903-90), dt. Industrieller

 

Ce que je sais à soixante, je le savais aussi bien à vingt. Quarante ans d'un long, d'un superflu travail de vérification... Cioran, De l’inconvénient d’être né

 

Pour ne pas s'ennuyer, il faut être saint, ou imbécile : la vacance essentielle de la conscience définit la condition humaine. L'ennui est une sorte d'équilibre instable entre le vide du coeur et celui du monde, l'équivalence de deux vides, qui reviendraient à l'immobilité, s'il n'y avait la présence secrète du désir. Cioran, le Crépuscule des Pensées

 


Version

 

Le phénomène de la créativité joue pour la communication un grand rôle. Nous voulons résoudre des problèmes à l’aide des processus créatifs, dépasser la différence entre ce qui est et ce qui devrait être. Dans cet exposé, nous allons expliquer les facteurs décisifs du processus de créativité et nous allons le mettre en rapport avec la communication.

 

 

Les cadres, les équipes de travail ou bien chaque collaborateur se demandent toujours lorsqu’ils travaillent, comment on pourrait promouvoir de bonnes idées ou la perspicacité à résoudre des problèmes ou à trouver des solutions. Alors qu’autrefois, des capacités telles que l’innovation, l’improvisation ainsi que l’intuition sont restées plutôt ignorées, elles trouvent aujourd’hui la plus grande attention. L’innovation exige de l’imagination, de la créativité, des visions. La force de l’improvisation se distingue par la capacité de décision rapide, par la puissance vive du jugement, par la pensée situative, et surtout par la flexibilité : il est mieux de pouvoir proposer à temps une solution adaptée à 80 % qu’une solution appropriée à 90% qui arrive trop tard. Pour finir l’intuition est étroitement liée ou vit même de la perception intérieure. Chaque être humain peut juger instinctivement et intuitivement. Quelques processus et techniques dans le domaine de la créativité à l’intérieur d’une équipe ont fait leur preuve et nous allons les présenter ici.

 

 

 

 


Rhetorik III Argumentieren

 

1) Füllen Sie die Lücken aus!

 

Aufgaben des ……

intellektuell

……..

Einsicht / Verständnis/ …….

Besänftigung

Erregung

……………..

…..

Pathos

Belehren

……………………….

Gewinnen

Erfreuen

 …………………….

Aufstacheln

 

Affektiv, beweisen,  Ethos, Redners, Beurteilung, bewegen, Logik

 

Aus „Einführung in die Rhetorik“ von K.-H.Göttert, München, Fink, 1991, S 22

 

2) Gruppenarbeit: Versuchen Sie anhand der Streifen die Rede zusammenzustellen. Danach kontrollieren Sie, ob Ihre Rede die richtige ist anhand der unten angeführten Tabelle. Jedes Argument aus der Rede folgt nämlich dem unten skizzierten Schema!

 

Teil 1 Plausibilitätsargumentation  

Definitionstaktik

 

Autoritätstaktik durch Zitate, Statistiken

 

Historischer Perspektivismus

 

Teil 2 Logische Argumentation

Syllogismus Menschen sind sterblich Sokrates ist ein Mensch Also: Sok ist sterblich

 

Differenzieren /Entweder ..oder

 

Vergleich

Teil 3 Ethos / Pathos

Ethisch: moralische Normen, Verfassungen, universelle Werte

 

Pathetisch

Beschuldigungstechnik

 

Entschuldigungstechnik

 

Isolierungstechnik

 

Teil 4 Scheinlogik

Falscher Syllogismus

 

Zirkelschluss / Petitio-Principi (Begründung mit derselben Behauptung begründen)

 

Übertreibung cf 'Ad absurdum' führen

 

Cf Verallgemeinerung

 

Analogietechnik

 

Teil 5 Manipulation

cf Vorwegnahme

 

cf Ja-Aber-Methode

 

cf Vertagungsmethode

 

cf Plus-Minus-Methode

 

cf Die Schau stehlen


 

Auflistung der möglichen Argumentationsformen

 

Frei nach „Knill und Knill Kommunikationsberatung“ www.rhetorik.ch

 

 

Plausibilitätsargumentation  

 

Definitionstaktik

 

 

 

 

 

Autoritätstaktik durch Zitate, Statistiken

 

 

 

 

 

 

Historischer Perspektivismus

  • Das Argument wird als  plausibel, selbstverständlich dargestellt. 
  • Das 'Definieren lassen' ermöglicht seine eigene Definition als die richtige Definition hinzustellen. 'Was heißt für Sie Demokratie? Ein Staat, der das Glück aller garantiert oder nur das Glück der Wirtschaft?
  • Statt Argumente werden Zitate (Sentenzen) von bekannten Persönlichkeiten zitiert. Wenn die Quelle des Zitats ein Fachmann ist, dann gilt das Prinzip der Wahrheit des Zitates. „ Hier möchte ich Demosthenes zitieren „nur mit allen kann ein demokratischer Staat überleben.“
  • Autorität durch Zahlen, Daten und Statistiken. „Die Arbeitslosigkeitszahlen belaufen sich heute auf 4 Millionen Deutsche, es ist also ein innenpolitisches Problem unserer Demokratie“
  • Sachverhalte der Gegenwart werden mit Erscheinungen der Vergangenheit (oder Zukunft) verglichen. Umkehrung ist auch denkbar, Vergleich der Zukunft mit der Gegenwart. 'Früher konnte der Staat Menschen und Maschinen unterstützen. Es war also möglich, dass der Staat die Arbeit und den sozialen Frieden garantierte. Wenn wir aber so weiter machen, dann wird der Staat in der Zukunft weder die Arbeit noch den sozialen Frieden garantieren können. Es wird das Ende unserer Demokratie bedeuten.“

Logische Argumentation

 

 

Syllogismus

Menschen sind sterblich

Sokrates ist ein Mensch

Also: Sok ist sterblich

 

 

 

 

 

Differenzieren /Entweder ..oder

 

 

 

 

Vergleich

  • Logik beweist. Argumente mit logischen Beweisführungen werden für wahr gehalten.
  • „Wenn Demokratie aber Gleichheit unter allen heißt, und wenn diese Gleichheit durch die Arbeit erreicht werden kann, dann soll die Demokratie durch den Staat die Arbeitslosigkeit bekämpfen und nicht die Industrie.
  • Es gilt nämlich zu differenzieren zwischen der Rolle der Politik und der Rolle der Wirtschaft. Nicht die Wirtschaft ist zum Wohl der Gesellschaft da, sondern der Staat. Es ist also Verantwortung unseres demokratischen Staates die Mittel zu schaffen, um das Wohl der Gesellschaft durch Arbeit und soziale Hilfe zu verteidigen.
  • Die Industrie ist zwar die Hauptquelle des Einkommens der Demokratie durch Mehrwertsteuer und steuerbezahlende Arbeitnehmer aber der Staat ist auch entweder der Hauptaktionär in mehreren Großkonzernen oder der größte Auftraggeber der Industrie oder er trägt auch die Kosten für die Infrastrukturen des Landes, die wiederum die Unternehmen gebrauchen können.“

Ethos / Pathos

 

 

 

Ethisch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pathetisch

Beschuldigungstechnik

 

 

 

Entschuldigungstechnik

 

 

 

 

 

 

Isolierungstechnik

 

  • Argumente appellieren an die Seele und an die Vernunft im Menschen durch Pathos und Ethik

 

  • Ethische Argumentation verweist auf Vorbilder, auf Gesetz, auf Staatsverfassungen, auf universelle Normen, die von internationalen Organisationen auch vertreten werden. „ Es heißt in unserer Verfassung, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. In diesem Prinzip besteht das Wesen unserer Demokratie. Der Staat als Garant der Demokratie soll dafür sorgen, dass die Menschen wegen der Arbeitslosigkeit nicht zu Nicht-Menschen werden.

 

  • Werden wir noch lange diese Außenseiter ohne Zukunftsperspektive  ertragen können? Sind diese Nicht-Menschen für alle, die das Glück haben, arbeiten zu können, nicht eine traurige Belastung?
  • Es sind aber nicht die Arbeitnehmer, die das Problem lösen können, sondern der Staat, der global intervenieren kann, wobei die Einzelbürger durch ehrenamtliches Engagement in Vereinen auch hier und da mithelfen können.
  • Wer diese Ansicht nicht teilt, der gehört nicht zu den Demokraten unseres Landes.“

 

Scheinlogik

 

 

Falscher Syllogismus

 

 

 

 

 

 

 

Zirkelschluß / Petitio- Principi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übertreibung cf 'Ad absurdum' führen

 

 

Cf Verallgemeinerung

 

 

 

Analogietechnik

 

  • Falsche Anwendung eines logischen Denkschemas.

 

  • „ Denn wenn die Demokraten die Einkaufskraft aller Bürger unterstützen sollen, um die Zukunft unseres gesellschaftlichen Friedens zu garantieren, und wenn die Regierung den Frieden unserer Gesellschaft garantieren soll, dann soll die Regierung auch die Einkaufskraft der Arbeitslosen durch soziale Hilfe unterstützen.
  • Ich höre schon Ihre Kritiken: Und wer soll diese Einkaufskraft  bezahlen? Der Staat ist keine produktive Instanz, die Geld produziert, und wenn der Staat für die Einkaufskraft aller Bürger durch soziale Hilfe sorgen soll, dann wird er dadurch ärmer und ärmer und wird am Ende seine Produktivitât so senken, dass er nichts mehr bezahlen können wird.
  • Das heißt: Der Staat  wird nicht nur die soziale Hilfe, sondern auch die Gehälter der Arbeitnehmer, und auch die Wartung der Infrastrukturen  nicht mehr bezahlen können.
  • Denn alle Staaten, die die Staatsverschuldung durch hohe soziale Hilfe vergrößert haben, sind bankrott  gegangen.
  • So wie in der Wirtschaft: wenn ein Unternehmen zu hohe Schulden hat, dann geht es bankrott. Man denke nur an den Konkurs der Deutschen Telecom.

 

 

Manipulation

 

cf Vorwegnahme

cf Ja-Aber-Methode

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

cf Vertagungsmethode

 

 

 

cf Plus-Minus-Methode

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schau stehlen

 

  • Sie können mir ja entgegensetzen, dass gerade die Deutsche Telecom durch die hohen sozialen Beiträge pleite gegangen ist: Es stimmt sicherlich auf der einen Seite. Bedenken wir jedoch auf der anderen Seite, dass sowohl die Investitionen in neue Technologien als auch der Versuch der Fusion mit der französischen Telecom im Namen der zukünftigen Gewinne die Schuld an diesem Bankrott tragen. Das heisst, dass gerade die Mechanismen der liberalen Wirtschaft die Arbeitslosigkeit der Telecom-Angestellten zu verantworten hat.
  • Aber, wenn Sie es mir erlauben, werde ich später auf diesen Punkt zurückkommen.

 

  • Gegenüberstellung von den Vorteilen und Nachteilen der eigenen oder der entgegengesetzten Position.“ Schließlich möchte ich meine Damen und Herren, Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, dass soziale Hilfe sowohl dem Verbrauch zunutze kommt als auch der Entwicklung des Bürgers. Aber nicht nur das, durch den Anstieg des Verbrauchs verschaffen wir der Industrie die Möglichkeit, neue Arbeitsplätze zu schaffen und zufriedene Bürger wenden sich von rechtsextremistischen Parolen ab.“

 

  • Mit rhetorischen, schlagfertigen Bemerkungen wird der Mangel an überzeugenden Argumenten kompensiert. „Das heißt, dass wir im Endeffekt mit einer Verstärkung nicht nur der Industrie, sondern auch der Demokratie rechnen können.“

 

Gruppenarbeit: + Texte Gruppe der Logiker, der Pathetiker und der Sophisten

Oder Gegenrede Industrie soll für das Gemeinwohl sorgen

 

Vokabeln zu Rhetorik III

 

Ab/weichen

Abweichende Meinung

S’écarter, s’éloigner, dévier

Opinions divergentes

Ab/wenden, sich von +dat (a,a)

Se détourner de

angeblich

Prétendu

Angestellte, der

employé

Anwendung, die (en)

Application

Arbeitgeber, der , -

Employeur

Arbeitnehmer, der , -

salarié

Auf +acc verweisen (ie,ie)

Renvoyer à

Auftraggeber, der, r

Commanditaire, mandant

Außenseiter, r, -

Exclu

bankrott gehen

Bankrott machen

Faire faillite

Befürworten +acc

Approuver, soutenir, appuyer

Begründen

Fonder

Behauptung, die (en)

Affirmation (assertion, proposition en logique)

bekämpfen

Combattre

Bekennen, sich zu +dat

Ici :Revendiquer

Belastung, die , en

Charge (psycho, morale)

Belaufen, sich die Kosten

Se monter à (les coûts, les frais)

Beleidigen

Offenser, insulter

Beweisen (ie,ie)

Prouver

Beweisführung, die en

Démonstration logique

Bürger, der (-)

Citoyen, bourgeois

Einkaufskraft, die, ä-e

pouvoir d’achat

Einkommen, das

Revenu

Einsicht, die (en)

Discernement, compréhension, jugement

Einwand, der (ä,e) etw gegen ein/wenden

Objection, objecter

Entkräften

Désamorcer

Entsprechen (i,a,o) +dat

Correspondre

Erscheinung, die (e)

Apparition, ici phénomènes

Ersticken

Etouffer

Erweitern

Augmenter, agrandir

Gefährden

Mettre en danger

Gegenüber/stellen +dat

Opposer à / mettre en opposition

Gegner, der (-)

Adversaire

Gleichheit, die, en

égalité

Inhalt, der (e)

Contenu

Konkurs, der

Den Konkurs an/melden

Faillite, dépôt de bilan

Mangel, der (ä)

Défaut, manque

Mehrwertsteuer, die , n

TVA

Meldung, die en

Information, annonce

Nachteil, der (e)

Désavantage

Quelle, die, n

source

rechnen

Compter sur

Sachverhalt, der (e)

Les faits

Soziale Beiträge; Beitrag,r,äe

Charges sociales

Schaden +dat

Nuire à

Schlagfertig

Prompt à la répartie

Schuld,die, en

Schuld, die -

Dette

culpabilité

Senken, etw.

Abaisser, diminuer

Statt +gen

Au lieu de

Übertreiben (ie,ie)

Exagérer

Umwertung, die

Ici retournement

Unterscheiden (ie,ie)

différencier

unantastbar

Intouchable / ici inviolable

Verbrauch, der €

consommation

Unterstützen

Soutenir

Verallgemeinerung, die

Généralisation

Etw verantworten

Porter la responsabilité de

Vergleichen (i,i)

comparer

Verhalten, das (-)

comportement

Verhalten, sich (ä,ie,a)

Se comporter

Verschuldung, die en

endettement

verstärken

renforcer

Vertagen

Remettre à plus tard

verteidigen

défendre

Verzichten auf +acc

Renoncer à

Vorbild, das (er)

Modèle

Vorhaben,  das (-)

Projet, plan, intention

Vorschlag, der (ä,e)

proposition

Vorstellung, die en

Représentation, idée

Vorwegnahme, die (n)

anticipation

Weder …. noch

Ni …ni

Wirtschaft, die , en

économie

Wohl, das

Ici le bien-être

Würde, die

Dignité

Zu/geben (i,a,e) +dat

Admettre, concéder

Zunutze kommen +dat

Profiter à -> être utile à

Zuwendung, die (en)

Ici attention, intérêt

 

 


 

Teil 1 Anfang 'Was heißt für Sie Demokratie? Ein Staat, der das Glück aller garantiert oder nur das Glück der Wirtschaft?

 

 Teil 1 „Früher konnte der Staat Menschen und Maschinen unterstützen. Es war also möglich, dass der Staat die Arbeit und den sozialen Frieden garantierte.“

 

Teil 1 „Hier möchte ich Demosthenes zitieren „nur mit allen kann ein demokratischer Staat überleben.“

 

 

 Teil 1 „Wenn wir aber so weiter machen, dann wird der Staat in der Zukunft weder die Arbeit noch den sozialen Frieden garantieren können. Es wird das Ende unserer Demokratie bedeuten.“

 

Teil 1 „Die Arbeitslosigkeitszahlen belaufen sich heute auf 4 Millionen Deutsche, es ist also ein innenpolitisches Problem unserer Demokratie.“


 

 

Teil 2 … dann soll die Demokratie durch den Staat die Arbeitslosigkeit bekämpfen und nicht die Industrie.“

 

 

 Teil 2 „Es gilt nämlich zu differenzieren zwischen der Rolle der Politik und der Rolle der Wirtschaft. Nicht die Wirtschaft ist zum Wohl der Gesellschaft da, sondern der Staat. „

 

 

Teil 2 „… oder er trägt auch die Kosten für die Infrastrukturen des Landes, die wiederum die Unternehmen gebrauchen können.“

 

 

Teil 2 „ Die Industrie ist zwar die Hauptquelle des Einkommens der Demokratie durch Mehrwertsteuer und steuerbezahlende Arbeitnehmer aber der Staat ist auch entweder der Hauptaktionär in mehreren Großkonzernen oder der größte Auftraggeber der Industrie …

 

 

Teil 2 „ Es ist also Verantwortung unseres demokratischen Staates die Mittel zu schaffen, um das Wohl der Gesellschaft durch Arbeit und soziale Hilfe zu verteidigen.“

 

Teil  2 „Wenn Demokratie aber Gleichheit unter allen heißt, und wenn diese Gleichheit durch die Arbeit erreicht werden kann, …
 Teil 3 „ Es heißt in unserer Verfassung, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. In diesem Prinzip besteht das Wesen unserer Demokratie.“

 

 

Teil 3 „Es sind aber nicht die Arbeitnehmer, die das Problem lösen können, sondern der Staat, der global intervenieren kann, wobei die Einzelbürger durch ehrenamtliches Engagement in Vereinen auch hier und da mithelfen können.“

 

 

Teil 3 „ Der Staat als Garant der Demokratie soll dafür sorgen, dass die Menschen wegen der Arbeitslosigkeit nicht zu Nicht-Menschen werden.“

Teil 3 „Wer diese Ansicht nicht teilt, der gehört nicht zu den Demokraten unseres Landes.“

 

Teil 3 „Werden wir noch lange diese Außenseiter ohne Zukunftsperspektive  ertragen können. Sind diese Nicht-Menschen für alle, die das Glück haben, arbeiten zu können, nicht eine traurige Belastung? „

 


 

Teil 4 „Ich höre schon Ihre Kritiken: Und wer soll diese Einkaufskraft bezahlen? Der Staat ist keine produktive Instanz, die Geld produziert, und wenn der Staat für die Einkaufskraft aller Bürger durch soziale Hilfe sorgen soll,…“

 

Teil 4 „ Denn wenn die Demokraten die Einkaufskraft aller Bürger unterstützen sollen, um die Zukunft unseres gesellschaftlichen Friedens zu garantieren, und wenn die Regierung den Frieden unserer Gesellschaft garantieren soll...“

 

Teil 4 „… dann wird er dadurch ärmer und ärmer und wird am Ende seine Produktivität so senken, dass er nichts mehr bezahlen können wird.“

 

Teil 4 „… dann soll die Regierung auch die Einkaufskraft der Arbeitslosen durch soziale Hilfe unterstützen.“

 

 

Teil 4 „Das heißt: Der Staat wird nicht nur die soziale Hilfe, sondern auch die Gehälter der Arbeitnehmer, und auch die Wartung der Infrastrukturen nicht mehr bezahlen können…“

 

 

Teil 4 „So wie in der Wirtschaft: wenn ein Unternehmen zu hohe Schulden hat, dann geht es bankrott. Man denke nur an den Konkurs der Deutschen Telecom.“

 

Teil 4 „Denn alle Staaten, die die Staatsverschuldung durch hohe soziale Hilfe vergrößert haben, sind bankrott gegangen.“

 


Teil 5 „ Sie können mir ja entgegensetzen, dass gerade die Deutsche Telecom durch die hohen sozialen Beiträge pleite gegangen ist: …“

 

Teil 5 „Das heißt, dass wir im Endeffekt mit einer Verstärkung nicht nur der Industrie, sondern auch der Demokratie rechnen können.“

 

Teil 5 „ Das heißt, dass gerade die Mechanismen der liberalen Wirtschaft die Arbeitslosigkeit der Telecom-Angestellten zu verantworten hat.“

 

Teil 5 “ Schließlich möchte ich, meine Damen und Herren, Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, dass soziale Hilfe sowohl dem Verbrauch zunutze kommt als auch der Entwicklung des Bürgers.“

 

Teil 5 „Aber, wenn Sie es mir erlauben, werde ich später auf diesen Punkt zurückkommen.“

 

Teil 5 „ …Es stimmt sicherlich auf der einen Seite. Bedenken wir jedoch auf der anderen Seite, dass sowohl die Investitionen in neue Technologien als auch der Versuch der Fusion mit der französischen Telecom im Namen der zukünftigen Gewinne die Schuld an diesem Bankrott tragen. „

 

Teil 5 „  Aber nicht nur das, durch den Anstieg des Verbrauchs verschaffen wir der Industrie die Möglichkeit, neue Arbeitsplätze zu schaffen und zufriedene Bürger wenden sich von rechtsextremistischen Parolen ab.“

 

 

 


IV Rhetorik : Vortrag und Referat über die deutsche Aktualität

 

 

Projet: faire un exposé oral à partir d’un essai écrit, vouloir se faire comprendre, vouloir intéresser tous les publics = apprendre à communiquer sur un sujet

 

Type d’Evaluation: préparer une plage de cours de 15’ sur un sujet d’actualité allemande, dresser une liste de vocabulaire, poser un questionnaire, faire pratiquer un transfert et corriger les réponses, les noter. Deux notes seront attribuées, l’une par le professeur (portant sur la préparation des 15’ de cours) l’autre par les étudiants (portant sur les questionnaires).

 

Methode: Zweier-Gruppen werden im Kurs betreut, um einen mündlichen und schriftlichen Vortrag zu einemThema zu bearbeiten. Dabei wird auch von den Studenten selbst ein Fragebogen zu dem erarbeiteten Thema angefertigt und benotet.

Eine Gesamtliste der Vokabeln soll von den Arbeitsgruppen erstellt werden. Vor dem Vortragen werden die Konzepte zu der Unterrichtsplanung  an mich gemailt und vorkorrigiert und benotet.

 

Artikel komplett als Anhang in vereinfachter Form im Skript

A lire en Français les articles du Monde en fin de poly


Sprechmittel zum Vortragen und zum Referieren

 

Beginn, Überblick

Auf andere Teile der Präsentation Bezug nehmen

Ich freue mich, daß ich Ihnen meinen Vortrag vorstellen kann:

Je me réjouis de pouvoir vous présenter l’exposé sur le thème …

wie ich anfangs erwähnte :

ainsi que je l’ai évoqué en introduction

Ich möchte heute über das Thema X sprechen

Je souhaiterais parler aujourd’hui du sujet

wie wir später noch sehen werden

ainsi que nous allons le voir plus tard

Der folgende Vortrag / Artikel befasst sich mit dem Thema des ..../ der ....

L’exposé suivant traitera du thème de

L’article suivant expose le thème de …

bevor  ich zu X komme, vielleicht noch eine Bemerkung zu ...

avant de passer à X, peut-être encore une remarque concernant

Ziel dieses Vortrags ist es, das Thema des ... / der  …zu untersuchen:...

Le but de cet exposé est d’analyser …

darauf werden wir noch einmal zurückkommen/ darauf werden wir noch später zu sprechen kommen

mais nous allons y revenir plus tard

Der folgende Artikel untersucht....

L’article suivant analyse

In diesem Zusammenhang geht es darum, daß .. dans ce contexte il convient de

Das Hauptthema des folgenden Vortrags ist die heikle Frage + gen / das aktuelle Problem +gen:

Le thème principal de l’exposé qui va suivre est la question délicate …

Exkurse

Ich darf vielleicht als Erstes ein wenig über.... berichten

Me permettez-vous tout d’abord de vous informer quelque peu …

Bei dieser Gelegenheit möchte ich sagen, daß

A cette occasion je désirerais dire que …

Themen abgrenzen

in diesem Zusammenhang kann ich vielleicht  noch erwähnen

Dans ce contexte je voudrais peut-être encore évoquer …

Folgende Aspekte / Faktoren werden in diesem Referat berücksichtigt /  dargelegt:

Nous tiendrons compte des …/ présenterons les aspects / facteurs suivants

also wo waren wir stehen geblieben

bon, où en étions-nous

erstens, zweitens, drittens:

premièrement …

Außerdem: en outre

Übrigens: d’ailleurs

Darüber hinaus: de plus

zuerst, dann und schließlich:

tout d’abord, ensuite et pour finir

aber nun zurück zum Thema ..

mais revenons-en au thème/ sujet …

einerseits ... andererseits ...

d’une part d’autre part

Erweiterung des Argumentationsgangs

Sowohl … als auch

Tout autant … mais .. aussi

Darüber hinaus: de plus

Nicht nur …, sondern … auch : non seulement mais aussi

Außerdem en outre

Sowohl …. als auch tant … tant

Übrigens d’ailleurs

Entweder + V2, oder … : soit soit

Weder … noch ni …ni

Hinzu kommt, daß: on pourrait ajouter que

was +acc... betrifft, +V2:

en ce qui concerne

Dies führt dazu, daß: cela mène à …

nun einige Worte zu ...

maintenant quelques mots au sujet de …

etw mit etw vergleichen (i,i): comparer

soweit zu dem Thema ... und nun zu dem Thema .../ zu der Frage ....

voilà pour le thème … et maintenant passons au thème …

einen Vergleich anstellen: émettre une comparaison

das war eigentlich alles, was ich zu diesem Teil sagen wollte, und nun komme ich zu dem folgenden Aspekt / Schwerpunkt ....

J’en ai en fait fini avec ce que je désirais dire au sujet de … et je passe maintenant à l’aspect suivant / au point suivant /

Hervorzuheben ist die Tatsache, daß:

Il est à mettre en relief le fait que …

 

Dies hat zur Folge : ce qui a pour conséquence

damit kann ich das Thema ... abschließen und mich der Frage ....... zuwenden.

Je peux ainsi clore le sujet … et me tourner vers la question …

Parallel dazu kann man feststellen / bemerken / behaupten:

Parallèlement nous pouvons constater, remarquer, affirmer

Interessant ist es zu betonen / unterstreichen, daß:

Il est intéressant de souligner que + V fin

Dementsprechend: conformément à cela

 

Im Rahmen +gen dans le cadre de

auf der moralischen Ebene:

sur le plan moral

+dat entsprechen: correspondre à

in einer politischen  Hinsicht:

d’un point de vue politique

Das hängt damit zusammen, daß ..: cela tient au fait que

den Vortrag beenden

sich auf +acc beziehen: se rapporter à

ich darf noch einmal kurz zusammenfassen

me permettez-vous de reprendre rapidement/ résumer brièvement …

Etw verdeutlichen expliciter, mettre en évidence

Lassen Sie mich zum Schluss noch sagen,

me permettez-vous d’ajouter pour finir …

der Zusammenhang mit ... wird durch ... deutlich: le rapport à …est mis en évidence par …

 

das war alles, was ich Ihnen sagen wollte

j’en ai fini avec ce que je voulais vous dire

In bezug auf +acc: en rapport à

abschließend wäre noch zu bemerken, dass

pour conclure on pourrait encore remarquer que …

Dieses Argument läuft auf +acc hinaus ...: cet argument aboutit à

ich hoffe, daß Sie einen Eindruck von ... bekommen haben

j’espère que vous avez maintenant une impression de …

Dies läuft darauf hinaus, daß: cela revient à dire que

Wie bereits einleitend erwähnt …

Comme je l’ai évoqué en introduction …

Diese Politik zielt darauf ab: vise

Fassen wir noch kurz zusammen

Résumons-nous encore une fois

Dies rührt daher: cela vient du fait que

Kurz gesagt …

En un mot …

Aus diesem Grund: c’est pour cette raison

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und bin gern bereit, Ihre Fragen zu beantworten

Je vous remercie de votre attention et suis à votre service pour répondre aux questions

Deswegen: c’ est pourquoi

Zum Schluss, schließlich pour finir

auf +dat beruhen: reposer sur

 

etw mit +dat begründen: motiver par, fonder par

 

Dies hängt von +dat ab: cela dépend de

 

Dies ist auf +acc zurückzuführen: ceci est à imputer à / ramener à

Unbeliebter als die Telekom

Eine neue Umfrage belegt: Das Ansehen der Kirchen sinkt in Deutschland dramatisch

Frei nach „Die Welt“, Von Matthias Kamann Erscheinungsdatum: 12. 11. 2002

Die Zielgruppe wird immer größer, dennoch gehen Absatz und Ansehen des Unternehmens ständig zurück. In dieser traurigen Lage befinden sich derzeit die deutschen Kirchen. Eigentlich dürften sie in einer immer älter werdenden Gesellschaft auf großen Zulauf von Besorgten hoffen - tatsächlich aber müssen sie feststellen, dass die Gotteshäuser leerer und die Mitgliederlisten kürzer werden und dass auch das Vertrauen in die Kirche stetig abnimmt.

Letzteres belegt auf dramatische Weise eine Umfrage des Davoser "World Economic Forum", das in insgesamt 47 Staaten das Vertrauen der Menschen in Institutionen ermittelt hat (WELT v. 11.11.). Das Ergebnis für Deutschland: Die Kirchen belegen den allerletzten Platz. Ihr Ansehen ist geringer als das Ansehen des Bildungssystems (trotz Pisa), der nationalen Großunternehmen (trotz Telekom-Aktien), ja, sogar der Medien und der Regierung. Und noch betrüblicher für EKD und Bischofskonferenz: Dies ist ein deutscher Sonderfall. Im internationalen Durchschnitt rangieren die Kirchen auf Rang 4 - bei uns auf dem Abstiegsplatz 17. Und das im Land der Kirchensteuern und der Konkordatslehrstühle und des 2390 Seiten dicken "Handbuchs des Staatskirchenrechts", kurz: in einem Land, dessen Verflechtung von Kirche und Staat im Westen außerordentlich eng ist.

Viele werden genau hierin den Grund für das geringe Ansehen der Kirchen sehen. Entsprechend dem Satz des Theologen Christoph Schwöbel - "Vielen erscheint die Kirche als Fortsetzung des Staates mit anderen Mitteln" - werden sie argumentieren, dass die beiden großen Konfessionen wie Behörden wirken und es auch sind. Zudem scheint es, als seien die Leistungen ihrer karitativen Institutionen von den Leistungen des ausgebauten säkularen Sozialstaats nicht hinreichend zu unterscheiden. Die Wandlung von der Heils- zur Sozialkirche seit den 60-er Jahren hat den Kirchen nichts genutzt, denn sie verlief parallel zum Ausbau des Sozialstaats.

Aber wenn es nur das wäre! Wenn die Kirche doch immerhin so angesehen wäre wie der Staat - es ist ja viel schlimmer: Polizisten und Soldaten genießen das größte Vertrauen, Krankenschwestern und Ärzte immerhin ein solides, Kirchenräte und Diakone hingegen am wenigsten Vertrauen! Das liegt gewiss auch an den neuen Bundesländern. "Durch die Vereinigung", erklärte der Politikwissenschaftler Martin Sterr in der Zeitschrift "Deutschland Ost - Deutschland West" vor zwei Jahren, "ist Deutschland nicht protestantischer geworden, sondern konfessionsloser." Die sozialdemokratisch-protestantische Tradition in Ostdeutschland hat unter dem Einfluss von 40 Jahren DDR zu einer Kirchenferne geführt, die, so Sterr, "zu einer selbstverständlichen, gewohnheitsmäßigen Einstellung geworden" ist.

Neben dieser ostdeutschen - ja - Leitkultur gibt es im Westen eine verbreitete Kirchenferne, die nichts mit Traditionen, sondern umgekehrt mit deren Bruch zu tun hat, mit der Revolte gegen das „in die Kirche Gehen“ und Pastoren-Autorität, mit Individualismus und Wertepluralismus. Zusammen genommen bilden beide Tendenzen eine Barriere, die die Kirchen kaum überspringen können. Aus der Heimat des Heiligen Römischen Reiches und der Reformation ist ein Land geworden, in dem die Strategen einer konservativen Partei gut daran tun, keine Strategiedebatte über die christlichen Werte zu führen, denn Christliches, so scheint es derzeit, ist kein Zukunftsprojekt der Mehrheit. Wenn das so bleibt, darf man gespannt sein, bei wem, wenn nicht beim Pfarrer, in zwanzig Jahren dann die vielen alten Menschen angesichts des Todes noch Trost suchen werden. Neue Erfahrungen mit dem Alter wird diese Gesellschaft nicht nur wegen der Zahl der Rentner machen, sondern auch, weil zum ersten Mal die meisten Menschen ohne Religion sterben werden.

Ab/nehmen (i,a,o)

Diminuer, décroître, maigrir

Absatz, der (ä,e)

Ici la vente

Ansehen, das

Réputation

Aufbegehren, das

rébellion

Behörde, die

Administration, autorité

Belegen

Ici prouver

Betrüblich

Affligeant, attristant, désolant

Bischofskonferenz, die

Conférence des évèques

Durchschnitt, der, e

Moyenne

Einfluß, der ,e

Influence

Einstellung, die en

Opinion, idée, point de vue

EKD, die

Die Evangelische Kirche Deutschlands

Administration de l’église catholique et protestante

Ergebnis, das (sse)

Résultat

Fortsetzung, die

Poursuite

Gering

Faible, pauvre

Gespannt sein

Ici être curieux, impatient de savoir de connaître

Grund, der ü,e

Raison

Handbuch des Staatskirchenrechts

 

Heil, s, e

Salut, le

Heimat, die

Patrie, pays natal

Kirchensteuer, die, n

Impôts perçus par l’église

Konkordatlehrstühle

Vereinbarung zwischen dem Vatikan und dem deutschen Staat zur Besetzung der Lehrstühle an den Uni bei den Dozenten für Theologie siehe der Fall Drewermann oder Küng: Entzug der Lehrerlaubnis)

Leistung, die, en

Ici prestation de service

Liegen an +dat

Venir de, tenir du fait que

Nutzen +dat

Servir à

Platz belegen

Occuper une position / place

Recht, das

Droit, le

Rentner, der

Retraité, le

Sinken (a,u)

Sombrer

Sonderfall, der ä,e

Cas particulier

Stetig

Continuellement

Trost, der

consolation

Unternehmen, das -

Entreprise

Unterscheiden (ie,ie)

Différencier

Verflechtung, die

Enchevêtrement

Wandlung, die = Verwandlung, die

Transformation, métamorphose

Wert, der, e

Valeur

Wirken

Produire un effet

Zulauf, der (ä,e)

Ici affluance


 


Deutschland AG löst sich auf und formiert sich neu: Die alten Strukturen der deutschen Aktiengesellschaften passen nicht mehr in die Zeit. Globalisierung und Kapitalmärkte zwingen zu mehr Beweglichkeit und Fokussierung. Eine neue - internationale - Deutschland AG entsteht

Frei nach Die Welt
Von Karen Söhler  Erscheinungsdatum: 28. 01. 2001

Die alte Deutschland AG, vom Ausland gern kritisiert, zerfällt. Deutschland steht unter dem Druck der Kapitalmärkte und der Globalisierung. Das berühmte  deutsche wirtschaftliche Modell , bei dem  Banken, Versicherer und Industrieadressen miteinander verbunden waren, um steuerliche Vorteile zu haben oder stabile Aktionärsstrukturen zu schaffen, beginnt sich aufzulösen.

Das Nachdenken über Verkäufe wird immer mehr zur Wirklichkeit. "Die Unternehmen schauen inzwischen kritisch, ob die Allokation ihres Eigenkapitals stimmt oder ob sie die Millionenwerte, die in einzelnen Beteiligungen stecken, nicht besser verwenden können", sagt Alexander Dibelius von Goldman Sachs. Der Investmentbanker präzisiert: "Die Einsicht, das Geld am besten in den Geschäften angelegt ist, von denen die Unternehmen auch etwas verstehen, setzt sich in Deutschland durch." Alles, was nicht zu den Hauptproduktionfeldern zählt, wird geprüft. Kapitalmarkt und Analysten erwarten eine klare Fokussierung der Konzerne.

Dibelius unterstützt die Forderung: "Ein Investor kauft doch nicht die Aktien der Deutschen Bank, weil die gut im Verwalten von Industriebeteiligungen sind." Außerdem: Die Globalisierung der Konzerne, die notwendig ist, um auch künftig in der Europa- oder der Weltliga mitzuspielen, verschlingt gigantische Summen. Die Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, Kapital nicht gezielt und möglicherweise sogar unrentabel einzusetzen.

Die Deutschland AG mit ihren alten Strukturen passt nicht mehr in die Zeit. Sie entstand nach der Weltwirtschaftskrise Ende der 20er-Jahre und nach dem Zweiten Weltkrieg, als vor allem die Banken deutsche Unternehmen vor dem Zusammenbruch zu retten versuchten, und als die Banken, die als Garantie für ausländische Kredite auftraten, diese Kredite in Beteiligungen an weitere Gesellschaften umwandelten. Die Banken gingen in die Kontrollgremien, häufig übernahmen sie den Vorsitz, um Einfluss auf ihre Engagements zu gewinnen. Dieses deutsche Modell, das über gegenseitige Beteiligungen und Aufsichtsratsmandate funktionierte und noch funktioniert, ist nicht mehr effizient. "Wir müssen uns nicht mehr verteidigen. Heute brauchen wir Strukturen, die Beweglichkeit garantieren", sagt Peter Jungen, bis Anfang der 90er-Jahre Vorstandsvorsitzender der Strabag und heute Chef einer eigenen Holding. Die Steuerreform, die Kapitalgesellschaften  ab 2002   erlaubt, die Gewinne, die sie beim Verkauf von Beteiligungen machen, steuerfrei einzukassieren, ist aber keinesfalls die Ursache für den Umbruch.  Denn "wir müssen höhere Renditen auf unsere Investments erzielen", sagt Albrecht Schmidt, Vorstandsvorsitzender der HypoVereinsbank, und signalisiert, dass „alles zum Verkauf steht, was diesem Ziel nicht dient.“ Denn im vergangenen Jahre stieg die Zahl der Unternehmenspleiten um 14 Prozent auf mehr als 32 000, darunter rund 50 Großunternehmen. Für 2002 werden rund 40000 erwartet. Aber für alle Firmenpleiten gilt dasselbe Gesetz: Ihre Eigenkapitaldecke war zu kurz.

Die Investmentbanks haben immer mehr Ideen, um durch Verkauf von Tochtergesellschaften, durch Verpachtung von Tochtergesellschaften an andere Unternehmen, durch Fusion von Unternehmen dem eigenem finanziellen Anteil an einem Konzern  zu erhöhen. Die Strategen bringen ständig neue Ideen hervor. Jens Reidel, Geschäftsführer des Hamburger Finanzinvestors BC Partner, ist bereits überzeugt: "Es wird in allen Branchen zu erheblichen Konzentrationen kommen. Oligopole entstehen. Beispielsweise bei den Automobilzulieferern. Die Konsequenz dieser Entwicklung, so Jürgen Kluge, Deutschland-Chef von McKinsey, sei die Defragmentierung der Wertschöpfungskette. "Die großen Unternehmen werden anfangen, sich sehr genau zu überlegen, was sie noch im eigenen Haus produzieren müssen und was sie outsourcen können." Immerhin: Porsche entwickelt in Weissach auch Modelle für andere Hersteller, nicht nur für den eigenen Bedarf, und lässt selbst in Finnland bei Valmet produzieren. Allerdings: eine neue Deutschland AG ist im Begriff zu entstehen - aber eine internationale.


Aktiengesellschaft, die

Société anonyme par action

An/legen Geld

Placer de l’argent

Anlagenbau, der ten

Construction d’usine, d’unité de production

Anteil, der, e

La part

Auf/lösen, sich

Se dissoudre

Aufsichtsrat, der

Conseil de surveillance (Allemagne) conseil d’administration (France)

Bedarf, der

Besoin, demande, consommation

Beteiligung, die en

Participation

Beweglichkeit, die

mobilité

Dienen +dat

Servir à

Druck (der) stand/halten (ä,ie,a) +dat

Résiter à une pression

Durch/setzen sich

S’imposer

eigen

Propre, sien

Eigenkapital, das

Capital propre

Einfluss, der , e

influence

Einsicht, die , en

 Compréhension, discernement, jugement

Einzeln

Chaque, indépendant

Entstehen (a,a, ist)

Naître, apparaître

entwickeln

Développer

erheblich

Considérable

Erzeugen

Produire, fabriquer, engendrer, générer

Forderung, die

Revendication, exigence

Gezielt, das Ziel

Ciblé, le but

Gremium, das, ien

Comission, comité

Hersteller, der -

Fabricant

Kapitalgesellschaft, die, en

Société de capitaux

Leisten, sich etw

Se permettre qc, se payer, s’offrir

Passen zu +dat

Aller à , convenir

Rendite, die

Taux de capitalisation, de rendement

Retten

sauver

Schaffen (faible)

Arriver à quelque chose

Schaffen (fort, u, a)

Créer

Steuerlich

Fiscal

Stimmen itr richtig / wahr sein

Être juste /exact / vrai

Tochtergesellschaft, die, en

Filiale

Überlegen, sich etw

Réfléchir à

Überzeugen

Convaincre

Um/wandeln, wandeln, verwandeln

Transformer, métamorphoser

Unterstützen

Soutenir

Verbinden (i,a,u)

Lier, relier

Verkauf, der (ä,e)

Vente

Verpachtung, die en

Location à bail (de surface)

Verschlingen (i,a,u)

Engloutir

Versicherer, der

Maison d’assurance

versuchen

Essayer, tenter de

verteidigen

Défendre

Verwalten, das

Management, administration

verwenden

Employer, utiliser

Vorsitz, der e übernehmen

Prendre la présidence

Vorstand, der

Le directeur / comité de direction dans une entreprise

Vorteil, der, e

Avantage

Wertschöpfungskette, die

Ici la  chaîne de création de la valeur ajoutée

Zulieferer, der, -

Sous-traitant, sous-fournisseur

Zusammenbruch, der , ü-e

Effondrement, débâcle

Zwingen a, u zu +dat

Obliger imposer

 

 

Oskar Lafontaine: Ende der Ich-AG:  Die Deutschen werden sich wieder der alten sozialen Tugenden erinnern

Frei nach die Welt von Oskar Lafontaine Erscheinungsdatum: 06. 05. 2002

In zehn Jahren werden die Deutschen weniger Sprit verbrauchen. Dafür sorgen steigende Benzinpreise und die Technik. Die ökologische Steuerreform ist  erfolgreich. Sie zeigt, dass die Verbraucher auf Preissignale reagieren. Sie motiviert auch die technologische Innovation. Es war beeindruckend, VW-Chef Ferdinand Piech mit dem Einliterauto fahren zu sehen. Der Wettbewerb führt schon jetzt dazu, dass immer mehr neue Automodelle mit geringerem Treibstoffverbrauch auf den Markt kommen. In zehn Jahren werden auch Solarzellen preiswerter hergestellt. Eine stärkere Nutzung der Sonnenenergie lässt die Weltenergiebilanz umweltfreundlicher aussehen. Energiepolitik ist immer auch Außenpolitik, Energieeinsparung ist ein Weg zur Krisenvermeidung. Im Golfkrieg und im Afghanistankrieg ging es nicht nur um die Demokratie, die Menschenrechte und die Bekämpfung des Terrorismus, sondern auch um Öl und Gas.

Gesellschaftliche Trends werden das Pendel von der Ich-AG mehr zur Wir-Gesellschaft bewegen lassen. Die Generation Golf wird von einer Jugend abgelöst, die stärker auf klassische Werte setzt. Familien und Freundschaften werden höher geschätzt. Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Der Tanz ums eigene Ego wird nicht aufhören, aber man wird öfter heiraten.

Weniger wird in zehn Jahren von der Flexibilität der Arbeitsmärkte die Rede sein. Die Krise der New Economy hat einige Personen zum Nachdenken gebracht. Die Enron-Pleite in Amerika hat die hässliche Facette des ungezügelten Kapitalismus gezeigt. Bilanzfälschung, Steuerhinterziehung, Insiderbetrug sind das Ergebnis einer Gesellschaft, die nur noch  Geld zum Ziel hat. Die neoliberale Philosophie, die zu einem neuen Marktfundamentalismus wird,  wird zu einer Einstellung kommen, in der klassische Tugenden wie Treue und Wahrhaftigkeit einen höheren Rang haben.

In Amerika zeichnet sich ab, dass die Ära der neoliberalen Wirtschaftsdoktrin zu Ende geht. Während in Europa die Mehrheit der Politiker und Wirtschaftswissenschaftler immer noch der Irrlehre anhängt, je weniger Geld im Umlauf sei, desto besser gehe es der Wirtschaft, haben sich die Vereinigten Staaten von dieser Philosophie längst verabschiedet. Bush, Greenspan und die Tarifparteien bringen mehr Dollar unters Volk. Da Europa amerikanischen Veränderungen mit fünf- bis zehnjähriger Verspätung folgt, kommt Hoffnung auf.

Deutsche Soldaten werden nicht mehr so weit über den Erdball verstreut sein wie zur Zeit. Kampfeinsätze in fremden Ländern haben negative Auswirkungen auf die Sicherheit des eigenen Landes. Wegen der Asymmetrie der militärischen Möglichkeiten, der Überlegenheit der amerikanischen Waffen, bleiben den Schwächeren nur Terroranschläge auf die USA. Der Terror ist die Waffe der Armen. In zehn Jahren wird Deutschland zu einer Politik zurückgekehrt sein, die ihm viel Vertrauen in aller Welt gebracht hat: zur Friedenspolitik Willy Brandts, der wusste, Sicherheit ist in unserer Zeit nur gemeinsam möglich.

In zehn Jahren werden die politischen Parteien nicht mehr alle in der Mitte stehen. Die zunehmende Wertorientierung der Menschen wird die Politiker zwingen, Stellung zu beziehen. Die Spaßgesellschaft wird sich verändern. Größere Ernsthaftigkeit ist gefragt.



Ab/lösen

Remplacer, relever qn

AG = Aktiengesellschaft, die

Société par capitalisation/ anonyme

Auf/hören

Cesser

Auswirkung, die en

Répercussion, conséquence, effet

Beeindruckend, Eindruck, der, ü-e

Impressionnant, impression

Betrug, der e, Insiderbetrug

Escroquerie, délit d’initié

Einsparung, die

Epargne économie

Einstellung, die

Point de vue, prise de position, opinion

Ergebnis, das sse

Résultat

Erinnern, sich an +acc

Se souvenir de

Folgen +dat

Suivre

Friede, der, n,n

Paix

gemeinsam

Ensemble, commun

Gemeinschaft, die

Communauté

gering

Faible

Gesellschaft, die, en

Société

Hoffnung, die

Espoir

Jugend, die

Jeunesse

Kampfeinsätze, die

Forces d’intervention

Mehrheit, die

Majorité

Pleite, die

Faillite

preiswert

Bon marché avantageux

Recht, das e

Droit

Schätzen

Apprécier

Sicherheit, die

Sécurité

Solarzelle, die, n

Cellule solaire, pile solaire

Sorgen für+acc

Prendre soin de, veiller à, se soucier de, s’occuper de pourvoir à

Sprit,der

Le carburant

Steigen (ie,ie, sein)

Augmenter

Stellung beziehen

Prendre position

Steuerhinterziehung, die

Fraude fiscale

Steuerreform, die

Réforme fiscale cf Öko-Steuer höhere Steuer auf fossile Treibstoffe zur Sanierung des Budjets

Treibstoff, der, e

Carburant, combustible

Treue, die

Fidélité

Tugend, die, en

Vertu

Überlegenheit, die

Supériorité

Verabschieden sich

Prendre congé de

verändern

Changer

verbrauchen

Consommer

Vermeiden +dat

Eviter

Verspätung, die

Retard

verstreut

Eparpiller, dissiper

Volk, das, ö-er

Peuple

Waffe, die n

Arme

Wahrhaftigkeit

Sincérité, bonne foi

Wert, der e

Valeur

Wesen,das

Etre, essence, nature

Wettbewerb, der, e

Concurrence, compétitivité

Wirtschaft, die

Economie

Wissenschaftler, der -

Scientifique

Zu/nehmen

Augmenter , grossir

Zwingen, i,a,u zu +dat

Obliger

 

Rückkehr der Werte: Auch die letzten Modernisierer werden wieder Werte und Grenzen zu schätzen wissen

Frei nach die Welt von Peter Gauweiler Erscheinungsdatum 06. 05. 2002

In zehn Jahren wird deutlicher werden, als es heute schon ist, dass die "Verwestlichung" der Welt, wenn sie so weitergeht, zum Untergang des Westens und damit auch zum Untergang des europäischen Deutschlands führen wird. Auch der letzte Modernist und Globalisierer wird irgendwann den Unterschied als Wert begreifen und die Schutzfunktion von Grenzen erkennen. Man wird in zehn Jahren viel klarer als heute sehen können, dass einer westlichen Selbstbeschränkung ein kultureller Wertzuwachs des Westens folgen kann.

Schon heute wird die Belebung der Familienidee bei allen Parteien als politisches Ziel sichtbar und die Natürlichkeit und das Selbstbewusstsein, mit denen junge Leute auf einmal wieder heiraten und wieder mit Kindern leben wollen, kann zur Lebensform der Zukunft werden. Die sexuelle Exzentrik von der alten Single-Gesellschaft wird dann belächelt werden.

Damit werden die Kulturrevolutionen des 20. Jahrhunderts aus Deutschland überwunden sein. Aus einem ähnlichen Grunde ist es unwahrscheinlich, dass im Deutschland der Zukunft die Religion verschwindet. Schon heute sind die geistigen Reserven in Deutschland so, "dass wir neue Kräfte des Glaubens erwecken können" (Kardinal Ratzinger). Die Deutschen sind zwar noch tatenarm, aber gedankenvoll. Viel mehr Deutsche als heute werden in zehn Jahren bewusster religiös leben. Und sie werden wieder mehr Kinder bekommen und sie taufen lassen.

Politisch wird in zehn Jahren die Erinnerung an das Wort von der "Nachgeschichte" am Ende des 20. Jahrhunderts nur noch Indifferenz erwecken. In zehn Jahren wird nämlich die kurze Phase der "einen Supermacht" ihr Ende erreicht haben, und es werden - wie in der Weltgeschichte eigentlich immer - wieder mehrere gleichrangige Mächte nebeneinander existieren, von denen eine die Volksrepublik China sein wird.

Das wiedervereinigte Deutschland  hat jetzt seine Chance: heute übersehen wir, dass Deutschlands Position ziemlich gut ist, weil wir ständig klagen. Man kann diese Position so beschreiben: Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts, am Vorabend des Ersten Weltkriegs, in Mittel- und Osteuropa die Angst herrschte, von den Deutschen überrollt zu werden, herrscht heute in Mittel- und Osteuropa eine völlig gegensätzliche Angst: dass die Deutschen nicht kommen. Die großen Mächte der Erde formulieren an die Adresse Deutschlands Angebote  vieler Partnerschaften; ein Platz im Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen würde heute Deutschland mehr aufgedrängt als von ihm wirklich angestrebt.

Es war eine List der Geschichte, dass ausgerechnet die Partei der Grünen die militärische Emanzipation des wiedervereinigten Deutschlands verteidigt hat, und dass sie Kriegseinsätze erlaubt hat. Jetzt fordern England, Frankreich und die USA nicht nur Auslandseinsätze der Bundeswehr sondern auch eine verstärkte militärische Rüstung Deutschlands.

Die Tradition nationaler Selbstverachtung und Selbstkritik (wenn nicht hysterisch betrieben) war für Deutschland geeignet, Misstrauen im Ausland abzubauen. Diese neue Entwicklung aus der Tradition heraus führt in zehn Jahren dazu, dass die nächste Dekade zu einem deutschen Jahrzehnt wird.



Ab/bauen

Décomposer, démanteler

Ablösung, die

Détachement, relève

Angebot, das e

Offre, proposition

Ausgerechnet

Justement précisément

Begreifen i,i

Comprendre saisir

Beschränkung, die

Limitation

Bewusstsein, das

Conscience

Bundeswehr, die

forces armées de la République fédérale

Deutlich

Évident

Entwicklung, die

Développement

Erwecken

Réveiller qn qc

Folgen +dat

Suivre

Fordern

Revendiquer, exiger, réclamer

Gegensätzlich, Gegensatz, der ä-e

Opposé, contraire

Geistig

Spirituel, intellectuel

Gleichrangig

De même rang

Heiraten

Se marier

Herrschen

Dominer, régner

Klagen über +acc

Se plaindre de

Kraft, die, ä-e

Force

Kriegseinsatz, der ä-e

Intervention militaire

List, die en

Ruse

Macht, die ä-e

puissance

Mißtrauen, das

Méfiance

Rückkehr, der e

Retour

Rüstung, die

Armement

Schätzen

Apprécier

Schutz, der

Protection

Tatenarm

Pauvre en action

Taufen

Baptiser

Überwinden, a, u

Dépasser, vaincre, l’emporter sur, surmonter

Untergang, der e

Déclin

Unterschied, der e

Différence

Unwahrscheinlich

Improbable

Vereinten Nationen, die

ONU

Verschwinden, i, a, u

Disparaître

Verstärken

Renforcer

Verteidigen

Défendre

Weltsicherheitrat, der

Conseil de sécurité

Wert, der, e

Valeur

Ziel, das e

But

Zukunft, die

Futur

Zuwachs, der

Gain

 

Der Bevölkerungspilz – das neue Zeichen der Apokalypse : die Generation Golf wird zur Protestgeneration

Frei nach die Welt von Eckhard Fuhr 3. Dez 2002

Die Angst der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts war der Atompilz. Wo der Atompilz wächst, wächst sonst nichts mehr, nicht Tier, nicht Pflanze, nicht Mensch. Der Atompilz als Kurzformel für die Apokalypse – in der Umwelt- und Friedensbewegung der achtziger Jahre war er allgegenwärtig auf Plakaten, Flugblättern. „Atom“ war zum Synonym für absolutes Unheil geworden. Im Protest gegen Atomkraftwerke und Mittelstreckenraketen äußerte sich ein Widerstandsrecht des „Lebens“ gegen den „Tod“. Es ging nicht mehr um Politik, sondern um ein finales Drama, um Untergang oder Erlösung.

Das ist weitgehend Geschichte. Die Atomangst ist gegenwärtig kein besonderes Element der deutschen Psyche. Aus der Protestbewegung ist die parlamentarische Normal-Partei der Grünen hervorgegangen.

Im Schatten des Atompilzes profiliert sich ein anderes Unheil: die umgekehrte Bevölkerungspyramide. Nicht ziviler oder militärischer Atomwahn setzt die Zukunft aufs Spiel, sondern der Sozialwahn der Rentenpolitiker.

Unter dem Zeichen des Bevölkerungspilzes sammelt sich eine neue Protestgeneration. Sie hat sich bisher eher einem komfortablen Angepasstsein hingegeben, in den  Erinnerungen an eine ereignislose Playmobil-Kindheit gelebt. Ihre Existenz schien geregelt und für alle Zukunft gleichförmig. Über die Generation Golf war alles gesagt.

Bis sie den Bevölkerungspilz entdeckte. Im Spätherbst 2002. Da war das Umdrehen der Bevölkerungspyramide zwar schon mindestens ein Jahrzehnt lang Gegenstand sozialpolitischer Debatten. Und dann kam dieses Thema zum Gespräch, weil Rot-Grün die Rentenbeiträge erhöhten.

Als Feind waren schnell die Achtundsechziger ausgemacht. Denn sie haben die höchsten Rentenansprüche in der Geschichte des deutschen Sozialsystems. Die Erhöhung des Rentenbeitrages sei die „Machtergreifung“ dieser Generation.

 

An/passen, sich an +acc

S’adapter

Anspruch, der ü-e

Revendication

Atomkraftwerk, das e

centrale nucléaire

Aufs Spiel setzen

Mettre en jeu

Bevölkerungspilz, der e

Représentation statistique de la démographie

Bewegung, die en

Mouvement

bisher

Jusque là

Feind, der e

Ennemi

Flugblatt,das ä-er

Tract

Friede, den ,n,n

Paix

Gegenstand, der ä-e

Objet

Gegenwart, die

Le présent

Hervor/gehen (e,i,a, sein) aus

Être issu de, sortir de, résulter

Hin/geben sich

S’adonner

mindestens

Au moins

Mittelstreckenrakete, die, n

Missile de moyenne portée

Recht, das e

Droit

Rente, die n

Retraite

Sammeln, sich

Rassembler, collectionner, recueillir

Schatten, der

Ombre

Scheinen, ie, ie

Briller / sembler

Tod,der

La mort

Umdrehen, das

Retournement

umgekehrt

Inversé

Umwelt, die

Environnement

Unheil, das

Calamité, désastre

Wachsen ä,u,a ist

Pousser

Wahn, der

Délire, folie, illusion, aveuglement

weitgehend

En grande partie

Widerstand, der

Résistance

Zukunft, die

Futur

 

Auswanderungsland Deutschland: Den Talentierten und den Leistungsträgern hat der deutsche Sozialstaat nur noch wenig zu bieten - Tribüne

Frei nach Die Welt von Konrad Adam, 08. 02. 2002

Es gibt in Deutschland Auswanderungstendenzen, in einer quantitativen Form zwar nur gering, qualitativ aber besorgniserregend. . Wer heute etwas leisten kann und leisten will, geht dorthin, wo die Bedingungen dafür günstig sind. Hier gibt es nur die sichere Aussicht, für andere mehr bezahlen zu müssen als sie selbst jemals erhalten werden. Wer rechnen kann, der weiß, was das bedeutet.

Deutschland ist zum Einwanderungsland geworden: man siehe nur die Grundschulen, in denen die deutschen Kinder in der Minderheit sind; oder die  Berliner U-Bahn-Stationen, auf denen Zugverspätungen auf Türkisch angesagt werden.

Man hat aber übersehen, dass Deutschland auch zum Auswanderungsland geworden ist. Das Problem ist aber:  Wer kommt, ist meistens arm und ungelernt und schlecht gebildet; die enttäuschende Resonanz auf Gerhard Schröders Green Card-Initiative hat gezeigt, dass das Leben und die Arbeit in der Bundesrepublik für qualifizierte Einwanderer nur bedingt reizvoll ist. Umgekehrt ist, wer das Land verlässt, in aller Regel hoch motiviert und gut ausgebildet. Die Auswirkung dieser Tendenz ist, dass das Modell des deutschen Wohlfahrtsstaates bald ruiniert sein wird.

Attraktiv wirkt die deutsche Form von Sozialstaatlichkeit auf die Armen und auf die Leute mit Vollkaskomentalität. Den talentierten Leuten ist aber klar, dass die kollektiven Beiträge im Fall von Alter und Krankheit nicht mehr viel wert sind, denn die Bevölkerungspyramide hat sich umgekehrt und Deutschland ist zu einem Senioren- Staat geworden. Die kinderarme Spaßgesellschaft wird ihr Älterwerden nicht mehr bezahlen können.

Wer etwas kann, der weiß, wie er sich zu verhalten hat. Im Namen der eigenverantwortlichen Vorsorge wird er dorthin gehen, wo diese Vorsorge nicht wegen der staatlichen  Umverteilung besteuert wird.

Von den rund 150 000 hochqualifizierten Nachwuchskräften, die Jahr für Jahr das Land verlassen, um anderswo, in aller Regel in den USA, eine aussichtsreiche Karriere zu beginnen, kommen nicht allzu viele wieder zurück. Man schätzt, dass jeder dritte Wissenschaftler, der nach Amerika zum Studieren oder Forschen gegangen ist, dort bleibt.

Deutsche Sozial- und deutsche Bildungspolitiker haben noch nicht begriffen, dass die Globalisierung nicht nur Großunternehmer und Spekulanten begünstigt, sondern jeden, der mehr kann oder mehr will als der breite Durchschnitt. Neulich kam Bundespräsident Rau davon zu sprechen, dass es doch kaum ein Zufall sei, dass jeder dritte ausländische Postdoc und jeder fünfte ausländische Professor für Naturwissenschaften, der in den USA Anstellung findet, aus Deutschland kommt. Warum also wollen die Deutschen fort von hier und nach Amerika? Wahrscheinlich, weil die Bürokratiesierung der Bildung, der  Forschung, der Sozialverwaltung und der Arbeitsmarktverwaltung  nicht so extrem ist wie hier in Deutschland. So kann man in Deutschland nicht von Zukunft reden. Gefesselt durch die ältere Generation hat die Regierung kaum noch Möglichkeiten, den Folgen ihrer asozialen Umverteilungspolitik zu entkommen.

Bedürftig sind heute nicht die Älteren, sondern die Jungen. Innerhalb einer einzigen Generation sind die Alterseinkommen vier- bis fünfmal so schnell gestiegen wie das, was junge Leute zur Verfügung hatten. Wer das korrigieren will, müsste das heilige Prinzip des deutschen Zwangsversicherungssystems, die Lohn-Bezogenheit der Renten, antasten.

Jeder junge und talentierte Mensch, der das Land verlässt, trägt also dazu bei, der Öffentlichkeit klarzumachen, dass individuelle Leistung und kollektive Gegenleistung so nicht im Verhältnis zueinander stehen. Der Wohlfahrtsstaat wird nur dann Zukunft haben, wenn Geben und Nehmen ungefähr im Gleichgewicht stehen. Konkret: dass Kinderlose oder Kinderarme ihre Rente nicht mitbezahlen. Die gängige Antwort, sie hätten durch höhere Steuern und höhere Abgaben ihre Minderleistung ausgeglichen, ist immer wieder zu hören, aber trotzdem falsch. Wer glaubt, Kinder durch Geld ersetzen oder Humankapital, wie es in der Sprache der Wirtschaft heißt, durch Geldkapital substituieren zu können, sollte versuchen, sein Geld zu essen. Wenn Klarheit geschaffen ist, kann man den jungen Leuten wieder raten, hier zu bleiben oder hierher zu kommen. Vorher nicht.

 

 

Abgabe, die n

Charges sociales

Anstellung, die

Engagement, embauche, emploi

Aussicht, die en

Perspective, vue

Auswanderung, die

Emigration

Auswirkung, die

Répercussion, effet

Bedingung, die

Condition

Bedürftig, bedürfen +gen

Etre dans le besoin, nécessiter

Begreifen i,i

Comprendre saisir

begünstigen

Favoriser

Bei/tragen (ä,u,a) zu +dat

Contribuer à

Beitrag, ä-e

Côtisation

besteuern

Fiscaliser, impôser

Bevölkerung, die

Population

Bezogenheit, die

Rapport

Bieten, o,o

Proposer, offrir

Durchschnitt, der

Moyenne

Eigenverantwortliche Vorsorge

Assurance vie, privé

Einkommen, das

Revenu

entkommen

Echapper à

erhalten

Recevoir

forschen

Faire de la recherche

Gering

Faible

Günstig

Favorable

Innerhalb +gen

à l’intérieur de

leisten

Réaliser des performances

Leistung , die

Ici prestation et performance

Leistungsträger, der

Moteur, pilier d’une équipe

Lohn, der ö,e

Salaire, paie

Minderheit, die

Minorité

Nachwuchs, der

Jeune génération

Öffentlichkeit, die

Opinion publique

Postdoc= Postdoktorand

Post-doc

Raten +dat (ä,ie,a)

Conseiller

Rechnung, die

La facture

schätzen

Evaluer, apprécier

Sorge, die n

Souci

Steigen, ie ,ie sein

Augmenter

überprüfen

Contrôler, vérifier

Umgekehrt

Inversé

Umverteilung, die

Redistribution

verhalten

Comporter, se

Verhältnis, das sse

rapport relation proportion

Verspätung, die

Retard

Vollkaskoversicherung

Assurance tout risque

Wert sein

Avoir de la valeur

Wissenschaftler, der

Scientifique

Wohlfahrtsstaat, der

Etat providence

Zwang, der ä-e

Obligation

 



Der Bürger kehrt zurück

Frei nach Die Welt 30. 09. 2001

In der deutschen Medienkultur herrscht ein Thema: Eine konsumistische Jugendkultur fördert die Lösung der Kinder von den Familien ebenso wie die wachsende Berufstätigkeit der Frau. Das Kind sich selbst zu überlassen oder es Fremden anzuvertrauen, um sich beruflich zu entfalten, gilt nicht als unmoralisch, sondern als fortschrittlich. Das führt zu einer größeren Selbstständigkeit der Kinder, das Verhältnis zu den Eltern wird immer partnerschaftlicher, die Rechte der Kinder werden gestärkt, die Pflichten minimalisiert.

Die Eltern verwandeln sich: sie waren berechtigt, die Kinder zu erziehen, sie sind jetzt verpflichtet, für die Kinder zu sorgen. Mit dem Niedergang der Familie kam die Krise der Ehe - inzwischen wird jede dritte geschieden. Denn besonders die Kinder gelten als unkalkulierbares Kostenrisiko. Hinzu kam, dass die erwerbstätigen Eltern zu einer Vereinsamung ihrer Kinder geführt haben.

Passender Ausdruck für diese Haltung ist der eheähnliche Gemeinschaftsvertrag, der  in Mode gekommen ist. Anstatt zu heiraten ziehen es deshalb viele Personen vor, so zusammenzuleben. Die Zahl der unverheiraten Zusammenlebenden verzehnfachte sich innerhalb von 20 Jahren von 100.000 auf eine Million. Auch deshalb hat Deutschland eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt, die Bevölkerung beginnt älter zu werden und gehört schon heute zu den ältesten in Europa.

Die Zukunft der "individualistischen Gesellschaft" sei ihr demoskopischer Niedergang, meint der Soziologe Meinhard Miegel. Aber der oft als Lösung betrachtete Zustrom von Millionen ausländischer Menschen würde die Integrationsfähigkeit des Landes bei weitem übersteigen.

Meinhard Miegels Lösungsvorschlag ist folgender: "Die Bevölkerungen hochindustrialisierter Länder können die Maximen individualistischer Kultur aufgeben und sich gemeinschaftsorientierten Kulturformen zuwenden. Dann dürfte ihre Geburtenrate wieder steigen und wahrscheinlich auch dasselbe Wohlstandsniveau erreichen."

Gibt es Symptome dafür, dass sich solch eine Entwicklung anbahnt?

Der Trend zu mehr Treue in der Partnerschaft, meinen immer mehr Jugendsoziologen, sei ein Hinweis, dass die Jugendlichen aus geschiedenen Familien und aus Patchwork-Familien und aus erwerbstätigen Familien, die sie allein gelassen haben, ihre zukünftige Familie nicht so haben wollen. Und sie ziehen daraus ihre moralischen Schlussfolgerungen. Auch die zu beobachtende neue sexuelle  Ruhe könnte ein Reflex sein auf die Verdinglichung der Sexualität nach 1968 wegen der linken Kulturrevolution.

Ist es allzu optimistisch, die Wiederkehr des Eleganten in Mode und Design als Wiederbelebung dieses bürgerlichen Weltgefühls zu interpretieren? Die Wiederentdeckung des Bürgerlichen ist allerorten zu beobachten. Der Modeschöpfer Giorgio Armani meinte unlängst, er sei die Experimente satt und wolle künftig den "klassischen Anzug" wiederbeleben. Auch die Diskussion, ob man an deutschen Schulen die Schuluniform einführen solle, könnte ein kleines Indiz für die Rückkehr zu dem Bürgerlichem sein.

Es bleibt der Verdacht, dass es sich auch hier wieder nur um eine der zahlreichen und kurzlebigen Retro-Moden handelt, wie sie die Postmoderne so gerne hat: die Wiederkehr des Bürgers als Kostüm-Bourgois.

An/vertrauen +dat

Confier qc, qn à qn

Anzug, der ü-e

Costume

Auf/geben, i, a,e

Abandonner, Renoncer à

Beobachten

Observer

Berechtigt sein, etwas zu tun

Etre autorisé / avoir le droit de faire qc

Bevölkerung, die en

Population

Ding,das e

Chose

Ebenso wie

De même que

Ehe, die

Mariage comme état

Eheähnliche Gemeinschaftsvertrag, der

Le PACS

Entfalten, sich

S’épanouir

erwerbstätig

Exercer une activité professionnelle

Erziehen o,o jn

Eduquer

fördern

Encourager, soutenir, promouvoir, sponsoriser

Fortschritt, der e

Progrès

Geburtsrate, die n

Taux de naissance

Gefühl, das e

Sentiment

Gehören zu +dat

Appartenir à

Gelten, i,a,o  als

Être considéré comme passer pour

Haltung, die, sich verhalten

Comportement, se comporter

Herrschen

Régner

Hinweis, der e für +acc

Indication

Jugend, die

Jeunesse

Kosten, die

Coûts

Lösung, die

Ici détachement, solution

Niedergang, der

Déclin

niedrig

Bas

Pflicht, die en

Devoir, obligation

Recht, das e

Droit

Satt sein +gen

En avoir assez de qc

Scheiden, ie, ie sein

Divorcé

Schlussfolgerung, die

Conséquence

Selbstständigkeit, die

Indépendance, autonomie

Sorge, die um

Souci de, soin de, s’occuper de, responsabilité légale

Stärken, verstärken

Renforcer

Steigen, ie, ei sein

Augmenter

Treue, die

Fidélité

Übersteigen, ie, ie sein

Dépasser excéder

Verdacht, der e

Soupçon

Verhältnis, das sse

Relation rapport proportion

Verpflichtet sein

Etre obligé engagé (par la morale, la loi)

Verwandeln sich

Se transformer se métamorphoser

Vor/ziehen o,o acc et dat

Préferer

Wachsen ä,u,a ist

Grandir pousser

wahrscheinlich

Probablement

Wiederkehr, die

Retour

Wohlstand, der ä-e

Bien être, prospérité, aisance

zu ->> der Text ist zu übersetzen

Il faut traduire le texte, le texte est traduisible

Zu/wenden ,a, a sich

Se tourner vers

Zukunft, die

Futur

Zustrom, der d

Afflux

 

Frei nach Die Zeit Wissen 23/2002  "Wir verjagen unsere Forscher" von Hubert Markl

Die gute Nachricht: Im internationalen Urteil hat Deutschland auch heute auf vielen Gebieten von Wissenschaft und Forschung Leistungen zu bieten, die weltweite Beachtung finden.

Aber solche kluge Köpfe werden in einer immer älter werdenden Nation immer seltener. Denn wenn wir hochqualifizierte Arbeitskräfte haben wollen, dann müssen wir mehr Leistungsgeist und nicht Unterhaltungskurse unter Studenten fördern. Und vor allem Mut zum freien Forschen und zur Innovation nicht durch Vorschriften stoppen. Denn eine Gesellschaft, die vor den Risiken zurückschreckt, die die Wagnisse der Freiheit mit sich bringen, bleibt in den Risiken von Immobilität und Stagnation aus mangelnder Wettbewerbsfähigkeit gegenüber freiheitlicheren risikofreundlicheren Gesellschaften gefangen. Am gefährlichsten für eine Gesellschaft ist es dabei, wenn sie ihren mangelnden Mut, Neues zu wagen, zum moralischen Verdienst erklärt.

Eine solche, sehr deutsche Gesellschaft, ist deshalb keineswegs wissenschaftsfeindlich: Sie liebt die Wissenschaften, solange die Wissenschaften an gewohnten Verhältnissen nichts Radikales verändern. Daher liebt sie vielleicht die Archäologie und manche Geisteswissenschaften, die ihr gleichen. Daher liebt sie die Erkenntnisse von rein grundlagenorientierter Astrophysik und Kosmologie - keine Gefahr von Folgen, die unseren Alltag erreichen könnten.

Aber wehe, wenn Gentechnik in Pflanzenzucht, Nahrungsproduktion, Diagnostik oder Therapie von Krankheiten umgesetzt wird. Dann beschließt die deutsche Gesellschaft den wissenschaftlich-technologischen Stillstand oder erzeugt - wie in der Energieversorgung – die subventionierten Alternativen zu den Herausforderungen, die uns Veränderungen des Lebens und des Denkens über das Leben abverlangen.

Man muss sich als Deutscher nur immer wieder mit qualifizierten Ausländern unterhalten. Dann bekommt man ein Gefühl dafür, wie fassungslos diese zur Kenntnis nehmen, was alles bei uns durch Vorschriften geregelt ist oder auch was sich nicht verwirklichen lässt, weil die Vorschriften es nicht so vorsehen .

Es ist ja auch schwer zu verstehen, wie ein Land - etwa die USA - in der Forschung in fast allen wichtigen Disziplinen in der Welt führend sein kann, ein Land, dessen Universitäten selbst entscheiden, welche Studenten sie zu Studium und Prüfungen zulassen und Universitäten, die  mit den höheren Studienerfolgsquoten glänzen, die die besten jungen Leute aus aller Welt anlocken. Das kann uns lehren, daß mehr Leistungsgeist und das Vertrauen in die selbstverantwortete Freiheit bessere Ergebnisse als die Regelungsfreude deutscher Bildungsbürokratie erbringt.

Vor allem aber lehrt es, welchen Gewinn das Forschungssystem eines Landes erbringt, wenn es systematisch darauf angelegt ist, gegen gutes Geld hervorragende Ausbildungsleistungen anzubieten sowie in allen Stufen des Bildungs- und Forschungssystems ausländische Talente gezielt anzuziehen und zu integrieren.

Statt aber wenigstens unsere vorhandenen Stärken auf vielen wissenschaftlichen Gebieten - ob Materialforschung oder Quantenoptik, ob Molekulargenetik, Zellbiologie, Neurowissenschaften oder Experimentalpsychologie - gezielt auszubauen und anzuwenden, vertun wir eine wertvolle Zeit in ideologisierten Genehmigungsverfahren oder in Grundsatzdiskussionen. Während einige unserer europäischen und außereuropäischen Konkurrenten-Länder längst die regenerative Medizin mit den neuen Möglichkeiten embryonaler Stammzellforschung vorantreiben, führt eine Fundamentalmoraldebatte zu einer Gesetzgebung, so dass die deutsche Forschung auf diesem Gebiet wohl wenig Chancen haben wird, die erhofften Therapiemöglichkeiten voranzutreiben.

Wir erwägen sogar ernsthaft, deutsche Forscher, die in der Europäischen Union an der Gewinnung embryonaler Stammzellen mitwirken, in Deutschland mit Strafverfahren und Gefängnisandrohung zu überziehen, wenn sie sich in England oder Schweden nicht an deutsche Gesetze zur Beschränkung der Forschung halten: Auch so kann man Forschung und Forscher vertreiben!

Dabei wissen wir genau, dass unsere Zukunft von unserer wissenschaftlich-technischen Innovationskraft abhängt. Wäre es da nicht zu erwägen, öffentliche Geldmittel für einen "Nationalen Forschungs- und Innovationsfonds" in Form einer Stiftung einzusetzen? Der wissenschaftlich-technische Nachwuchs würde es uns danken, so wie wir ihm unsere Renten und Pensionen verdanken werden. Denn die wahren Reserven einer Nation sind ihre qualifizierten jungen Menschen, die ihre Freiheit zu nutzen gelernt haben.

 

Hubert Markl ist Biologe und seit 1996 amtierender Präsident der Max-Planck-Gesellschaft.

 

Ab/verlangen jm etw

Exiger

Alltag, der

Quotidien

An/bieten o,o

Proposer offrir

An/legen auf +acc

Viser à, se donner pour but de

An/wenden a,a

Appliquer

Aus/bauen

Ici étendre développer

Beachtung, die en

Considération

Beschließen o,o

décider

Bieten o,o

Offrir proposer

Danken +dat

Remercier

Ergebnis, das sse

Résultat

Erkenntnis, die sse

Connaissance, découverte, résultat d’une recherche scientifique

Erreichen

atteindre

Erwägen etw zu tun

Considérer, envisager de faire qc

Erzeugen

Produire fabriquer engendrer générer

Fördern

Encourager, aider, soutenir, promouvoir, favoriser

Gebiet, das e

Domaine

Geist, der

Esprit

Genehmigung, die en

Autorisation

Gesellschaft, die en

Société

Gesetzgebung, die en

Législation

Glänzen

Briller

Grundsatz, der ä,e

principe

Herausforderung, die en

Défi

Leistung, die

Performance, compétence, résultat

Mangeln an +dat

Manquer de

Mut,der

Courage

Nachricht, die en

Nouvelle

Nachwuchs, der ü,e

Jeune génération

Öffentliche Geldmittel pluriel

Fonds publics

Quote, die n

Quota

Selten

Rare

Stammzelle, die n

Cellule souche

Stiftung, die

Fondation

Stillstand, der ä,e

Arrêt stagnation

Strafverfahren, das

Procédure pénale, engager des poursuites contre

Unterhalten sich ä,ie,a

S’entretenir

Unterhaltung, die en

Divertissement

Urteil, das e

Jugement

Verändern

Changer

Veränderung, die en

Changement

Verdanken jm etw

Redevoir qc à qn

Verdienst, das e

Verdienst, der e

Le mérite

Le salaire

Verfahren, das

Processus, procédé

Verhältnis, das sse

Rapport proportion

Vertrauen, das

Confiance

Vor/sehen ie, a e

Prévoir

Vorhanden

Présent, disponible

Vorschrift, die en

Instruction, directive

Wagen

Risquer

Wagnis, das sse

Risque, entreprise hasardeuse

Wertvoll

Précieux

Wettbewerbsfähigkeit, die en

Compétitivité

Zu/lassen ä,ie,a zu +dat

Admettre, permettre

Zur Kenntnis nehmen

Prendre connaissance de, acte de note de

Zurück/schrecken vor +dat

Reculer, s’effrayer de

 

 

Frei nach DIE ZEIT49/2002 Von Thomas E. Schmidt

Die Familie wird in der Wirtschaftskrise wieder zur Notgemeinschaft. Wir werden ärmer und spießiger. Kinder machen in Zukunft das Leben schwer oder sie sind neue Statussysmbole.

Alle Singles sagen, Familie sei ja so wichtig. Eine neue Familienpolitik galt lange als zentrales Reformvorhaben von Rot-Grün. Es war und ist die Rede von einer „familienorientierten Alltagskultur“ oder von  „Kinderpolitik“. In ihrer ersten Amtszeit hat die rot-grüne Regierung dreimal das Kindergeld erhöht, höheres Wohn- und Erziehungsgeld eingesetzt. Der staatliche Transfer beläuft sich auf etwa 50 Milliarden Euro pro Jahr. Dennoch bleibt das Problem bestehen, wie die Regierung die Arbeitswelt und die Familie in Einklang bringen kann , sei es mit Verkürzung der Arbeitszeit und mit flexiblen Arbeitszeitmodellen,  sei es durch längeren Erziehungsurlaub, noch mehr Kindergeld, bessere Schulen und endlich Einrichtungen zur Ganztagsbetreuung.

Aber das Ende des Vorsorgestaats wird die Familien treffen. Denn die Familienförderung ist die bloße Unterstützung einer privaten Lebensform und verteidigt staatliche Interessen: mehr Kinder und mehr Frauen in den Arbeitsprozess für sichere Renten. Aber diese private Lebensform kann aufrechterhalten werden, wenn eine bestimmte Konstellation aus wirtschaftlichem Wachstum und demografischer Entwicklung  besteht. Wo die Menschen die öffentlichen Kassen nicht mehr füllen und der Staat finanzielle Spielräume verliert, wird Paternalismus zu teuer.

Was eine Wirtschaftskrise längerfristig bedeutet, ist schon sichtbar. Die ersten von der Krise Betroffenen sind freie berufliche Existenzen, auch viele, die in den vergangenen Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt hatten. Unter diesen nimmt die Arbeitslosigkeit erheblich zu. Das wirkt sich zunächst als Stärkung der Angestelltenexistenz aus. Die wird wieder zur gesellschaftlichen Norm. Die Zeit der Selbstbestimmung und der Eigenverantwortung ist vorüber, der soziale Konformismus der Fünfziger kehrt zurück.

Das stärkt die Familie. Aber nicht im Sinne der sozialdemokratischen und liberalen Parteien: denn die Familie entsteht nicht, weil man seine Privatsphäre selber bestimmen kann oder weil man die Wahl hat, zu arbeiten oder zu Hause zu bleiben, und auch nicht weil die Eltern vom Staat eine verbesserte öffentliche Kinderbetreuung erwarten. In der ökonomischen Krise wird die Familie wieder zur Notgemeinschaft, sei es, weil nur noch einer verdient, sei es, weil beide Eltern härter arbeiten müssen, sei es, weil’s unbezahlbar geworden ist, die Kinder hüten zu lassen, sobald kein Einkommen mehr da ist.

Das wird auch die Scheidungsraten verändern und die Rechtssicherheit einer Ehegemeinschaft attraktiver machen. Irgendwann wird es dann sinnlos, an den Staat zu appellieren. Gemeinschaften in der Defensive erlauben sich keine Verhaltensexperimente. Sie sind von einem verbindlichen Zweck her organisiert, nicht von Idealen oder emanzipatorischen Werten. Die Familie ist dann wieder Keimzelle des gesellschaftlichen Lebens, und ein Traum der Konservativen wird wahr. Aber vermutlich kann sich nicht einmal die Union über das Ergebnis freuen. Dem Staat wird kein Enthusiasmus entgegenschlagen: denn alle werden erkennen, dass der Staat nicht mehr hinreicht, wo das Leben schwieriger wird. Andererseits – und auch das ist bereits zu beobachten – werden Kinder zum Statussymbol. Drei oder vier von ihnen und trotzdem einen guten Lebensstandard zu haben, das wird zum Mittel, soziale Differenzen zu markieren.

In der Krise wird die eigenverantwortliche Zivilgesellschaft geboren, aber sie ist ein Kind der Not und des Mangels. In ihr wird mehr Ungleichheit zu sehen sein als bisher. Ein vor allem um sich besorgter Staat entlässt seine Bürger in eine neue Privatsphäre, die mit den Idealen des Liberalismus im Sinne der eigenen Entfaltung nichts mehr zu tun haben wird. Die Privatsphäre wird zu einer Art terrain vague, wo der Sozialstaat nicht mehr gegenwärtig ist.

So erfüllt sich ebenso ein Traum der Liberalen, und auch die Liberalen werden an der Wirklichkeit nicht recht glücklich werden. Denn das Leben jenseits der materiellen Vorsorge des Staats ist vieldeutig. Ob der neue Privatmann den Verlust der staatlichen Hilfe am Ende als Befreiung ansieht oder als Chance zum gottgewollten Großfamilienleben, ob er diesen Verlust als Verrat am Gemeinwohl ansieht, muss er allein entscheiden.

 

Amtszeit, die

Période de gouvernement

Angestellt, der e,n

Employé

Aufrecht/erhalten ä,ie,a

Maintenir, conserver

Aus/wirken

Avoir comme effet, répercussion

Befreiung, die

Libération

Belaufen sich

Ici Se monter à

beobachten

Observer

Besorgt um +acc

Soucieux de, préoccupé par

Bestehen, a, a

Ici exister

Bestehen/bleiben

Rester entier

bestimmen

Déterminer

bestimmt

Défini, déterminé, certain/e,

Betreung, die

Ici la garde des enfants

Betroffen

Concerné

bezahlen

Payer

Bürger, der -

Citoyen

Ehe, die

Mariage (état juridique)

Eigen-

Propre, soi, le sein

Einkommen, das

Revenu

Entfaltung, die

Epanouissement

entlassen

Licencier, congédier, libérer (prison)

Entscheiden ie,ie

Décider

Entwicklung, die

Développement

Erfüllen sich

S’accomplir (rêve, souhait)

Ergebnis, das sse

Résultat

erheblich

Considérablement

Erhöhen

Augmenter

Erziehungsurlaub, der

Congé parental

Erziehungsgeld, das er

Allocation parentale d’éducation

Fördern

Encourager, promouvoir, favoriser

Füllen

Remplir

gegenwärtig

présent

Gelten i,a,o als

Passer pour, tenir pour

Gemeinschaft, die en

communauté

Gemeinwohl, das

Intérêt public

Gesellschaft, die en

Société

Hart

Dur

Hin/reichen

Ici suffire

Hüten

Ici garder

In Einklang bringen

Harmoniser concilier

Jenseits +gen

Hors de

Keimzelle, die

Gamette, foyer, source

Kindergeld, das er

Allocation familiale

längerfristig

À long terme

Mangel, der

Manque

Mittel, das

moyen

Not, die

Nécéssité, misère, pénurie

öffentlich

Public

Rate, die n

Taux

Recht, das

droit

Rente, die n

Retraite

Rot-Grün-Regierung

Le gouvernement socialiste et vert

Scheidung, die en, sich scheiden (ie,ie, sein)

Divorce divorcer

Sei es

Soit soit

Selbständigkeit, die

Autonomie, ici être à son compte

Selbstbestimmung, die

autodétermination

Sicherheit, die

Sécurité

sichtbar

visible

sinnlos

Sans sens, absurde, insensé

Spielraum, der ä,e

Marge de manoeuvre

spießig

Petit bourgeois

Sprung, der

Saut

Staat, der en

Etat

Stärkung, die Verstärkung

Renforcement, affermissement, amplification

Ungleichheit, die en

inégalité

Unterstützung, die

soutien

verändern

Changer, modifier

Verantwortung, die

Responsabilité

verbindlich

Obligatoire, qui lie les 2 parties

verdienen

Gagner de l’argent

vergangen

Passé

Verhalten, das

Comportement

Verkürzung, die

Raccoucissement

Verrat, der ä,e

Trahison

verteidigen

Défendre

vieldeutig

Ambigu

Vorhaben, das

Projet, plan

Vorsorge, die n

Prévoyance, précaution

vorüber

Ici passé

Wachstum, das

Croissance, accroissement

wagen

Oser risquer

Wahl, die en

Choix

Wert, der e

Valeur

Wirklichkeit, die en

Réalité

Wirtschaft, die en

Économie

Wohngeld, das er

Aide au logement

Zu/nehmen, i,a o

Augmenter s’accroître, grandir

Zukunft, die

futur

Zurück/kehren

Retourner

Zweck, der e

But

 

Frei nach DIE ZEIT Wirtschaft 31/2002 Vor uns: 30 magere Jahre

Von Meinhard Miegel leitet das Institut für Wirtschaft und Gesellschaft Bonn e.V

Seit den siebziger Jahren wird in Deutschland rund ein Drittel des Erwirtschafteten für soziale Zwecke ausgegeben über die vier großen Sozialsysteme der gesetzlichen Alterssicherung, der Kranken- und der Unfallversicherung, der Pflegeversicherung und der Arbeitslosenversicherung.

Die Mehrzahl der Bürger ist mit diesen Leistungen zufrieden. Doch bei der Bezahlung dieser Wohltaten sind die Bürger nicht mehr so glücklich. Was alles aber noch verkompliziert, ist die Tatsache, dass die rapide Alterung der Bevölkerung ( bis 2040 dürfte der Anteil der über 60Jährigen an der Gesamtbevölkerung auf 40 Prozent steigen) und die wachsende Arbeitslosigkeit dem Sozialstaat noch bevorstehen. Das ursprüngliche politische Versprechen, den individuellen Lebensstandard bei Arbeitslosigkeit oder im Alter, im Krankheits- oder Pflegefall zu gewährleisten, wird heutzutage nicht mehr eingelöst.

Der Unmut der Bevölkerung über die hohen Abgaben ist schon heute ein Problem für die Parteien. Deshalb versprechen sie alle, den Aufwand des Staates deutlich zu senken. Dabei wissen alle, dass diese Ersparnisse auf Kosten des Sozialbereichs gehen müssen. Denn der hat mit zwei Dritteln der Staatsausgaben das größte Volumen. Deshalb müssen die Ausgaben im Sozialbereich um mindestens 25, eher aber um 30 Prozent sinken.

Und das bei einem steilen Anstieg der Zahl Leistungsberechtigter (=Arbeitslosen)! Nimmt diese Zahl in den kommenden 40 Jahren auch nur um die Hälfte zu, eher eine optimistische Annahme, und soll die Rückführung des Staatsanteils auch Wirklichkeit werden, sinken die Sozialleistungen auf etwa die Hälfte ihres derzeitigen Niveaus. Programmiert ist hingegen in allen Sozialbereichen ein massiver Rückgang des relativen Versorgungsniveaus, das für die Aufrechterhaltung des Lebensstandards maßgeblich ist.

Die Politik weiß nicht, wie sie dieser Entwicklung begegnen soll. Das Fazit aus den Programmen sowohl der SPD als auch der Union ist: Die anstehenden Probleme werden nicht gelöst. Die Lösung ist: von der staatlich organisierten Lebensstandardsicherung der Bevölkerungsmehrheit zur solidarischen Grundsicherung für alle im Falle der Rente, der Krankheit und der Arbeitslosigkeit.

Die politischen Maßnahmen, um die Alterssicherung, die Krankenversicherung und das Arbeitslosengeld auf eine allgemeine und gleiche Grundsicherung, auf private Vorsorge, und auf die kollektive Finanzierung überdurchschnittlicher Krankenkosten umzustellen, werden aber die Folgen des demografischen Umbruchs nur mildern, nicht jedoch beseitigen. Denn der Sozialstaat hat die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit überschritten und die Folgen sind vorhersehbar. Dass Politik und Bürger nur allzu geneigt sind, die Augen vor ihnen zu verschließen, ist verständlich, aber verhängnisvoll.

Abgabe, die n

Taxe (sociale)

Altersicherung, die

Assurance vieillesse

Alterung, die

Vieillissement

Anstieg, der

Augmentation

Anteil, der e

Participation

Auf Kosten +gen

Au détriment de

Aufrecht/erhalten ä,ie,a

maintenir

Aufwand, der ä,e

Dépense (d’argent, d’énergie)

Aus/geben i,a,e

Dépenser

Begegnen +dat sein

Rencontrer

Bereich, der e

domaine

beseitigen

Effacer supprimer

Bevor/stehen +dat

Qc attend qn

Bewölkerung die en

Population

Bezahlung, die

Paiement

Bürger, der -

Citoyen

Drittel, das

Un tiers

Ersparnis, die sse

Épargne

Erwerbfähig, der e

Actif, exerçant une activité professionnelle

Erwirtschaftete, das

Gain réalisé

Folge, die n

conséquence

gesamt

Dans son ensemble

Gesetzlich, Gesetz, das e

Légal, loi

gewährleisten

Assurer un service, garantir

Grundsicherung, die en

Assurance de base

Hälfte, die

Moitié

hingegen

Au contraire

höchstens

Au maximum

Krankenversicherung, die

Assurance maladie

Lebensstandard, der

Standing

Leistung, die en

Prestation

Leistungsberechtigte, der n, n

Ici les ayants-droit au travail

Maßgeblich

Décisif déterminant

Mehrheit, die

Majorité

Mehrzahl, die

Majorité

mildern

Atténuer

mindestens

Au moins au minimum

Neigen zu +dat

Incliner, avoir tendance à

Pflegeversicherung, die

assurance couvrant les risques de soins de longue durée pour personnes dépendantes

Prozent, das

Pour cent

Rente, die n

Retraite

Senken (sein)

Diminuer, abaisser

Sicherung, die

Ici assurance, sécurité

Sinken (a, u sein)

Faire diminuer

Sozialhilfe, die n

Aide sociale

sparen

Economiser

Staat, der en

Etat

Staatsausgabe, die n

Dépense publique

Überschreiten i,i

Dépasser

Um/stellen auf+acc

Déplacer, reconvertir adapter

Unfallversicherung, die

Assurance accident

Unmut, der

Morosité, mauvaise humeur

verhängnisvoll

Fatal funeste

Versorgung, die

Approvisionnement, couverture

Versprechen, das -

Promesse

Wohltat, die en

Bonne action

Zahl, die en

Nombre

Zu/nehmen i, a,o

Augmenter, accroître

Zufrieden mit +dat

Satisfait de

Zukunft, die

Futur

Zweck, der e

But

 

LE MONDE | 19.12.02 |

M. Schröder doit faire face à une grave crise politique et sociale. Grèves dans la fonction publique, tension au sein de la coalition au pouvoir, le chancelier Schröder subit un nouveau revers : la Cour constitutionelle  a déclaré non conforme à la loi fondamentale, la procédure d'adoption de la nouvelle législation sur l'immigration qui devrait entrer en application au 1er  janvier 2003.

Berlin de notre correspondant

Durant la campagne électorale de 2002, la coalition des sociaux-démocrates et des Verts avait fait de ce texte un étendard, le symbole de sa volonté de réformes comme celui d'une Allemagne fraternelle et moderne capable d'intégrer ces centaines de milliers d'étrangers qui travaillent sur son sol.

Mais mercredi 18 décembre, au terme d'un long raisonnement juridique portant sur les conditions contestées de sa ratification par le Bundesrat (Chambre des Etats), la Cour constitutionnelle de Karlsruhe a retoqué la loi sur l'immigration dont le gouvernement Schröder était si fier. Le gouvernement a aussitôt souligné que la censure de la Cour suprême portait sur la forme et non sur le fond du texte. La remarque ne change pourtant rien au problème : il va falloir renégocier la loi avec l'opposition chrétienne-démocrate, majoritaire au Bundesrat.

Pour le chancelier Schröder, cerné de toutes parts par des difficultés de toutes sortes, la décision de la Cour ne pouvait pas plus mal tomber. Réélu de peu le 22 septembre, Gerhard Schröder paraît toujours ne pas avoir quitté le terrain de la campagne électorale. Il doit faire face en février 2003, en Hesse et dans son fief de Basse-Saxe, à deux élections régionales difficiles qui risquent de lui lier les mains si l'opposition renforce sa majorité au Bundesrat. Dépités d'avoir manqué le coche en septembre, ses adversaires de la CDU/CSU le soumettent à une pression permanente, se saisissant de chaque dossier pour illustrer combien, selon eux, la politique gouvernementale est contraire aux intérêts de l'Allemagne. Une polémique qui rapporte chez des électeurs conscients qu'il va leur falloir consentir à des réformes parfois douloureuses, mais qui ne sont pas disposés à en payer le prix.

La politique fiscale : confronté à des déficits budgétaires importants, le gouvernement de M. Schröder réduit ses dépenses (limitation des programmes d'armement et augmentation des coûts des prestations sociales) mais tente aussi d'augmenter ses sources de financement. En novembre, il a soumis au Bundestag plusieurs mesures dont, notamment, une augmentation de la taxe sur les voitures de fonction qui suscite une forte opposition des milieux dirigeants où le statut social et professionnel est étroitement aligné sur la cylindrée du véhicule. Contre la volonté du patronat qui y voit une entrave à l'investissement, le gouvernement propose également de réduire les moyens permettant aux entreprises de calculer les pertes qui ouvrent droit à des déductions fiscales. Mais c'est sur la question de l'impôt sur la fortune que la polémique a été la plus forte. Appuyés par plusieurs dirigeants sociaux-démocrates, mais contre l'avis du chancelier Schröder qui y est fermement opposé, les syndicats ont fait de cet impôt une question de principe. Après plusieurs semaines de controverses, le chancelier vient de proposer une solution de remplacement : une taxation à la source de 25 % sur les revenus des capitaux. Ce barème serait appliqué sans poursuites sur les avoirs non déclarés placés à l'étranger, ce qui permettrait de les rapatrier légalement. On estime que ceux-ci représentent quelque 100 milliards d'euros, ce qui fait des Allemands les champions européens de l'évasion fiscale. Si la mesure est adoptée, elle pourrait, estiment ses partisans, rapporter quelque 25 milliards d'euros à l'Etat. La discussion a mis en évidence le caractère archaïque du système fiscal allemand, éclaté entre la fédération et les Lãnder et sans moyens de cerner les revenus non salariaux réels.

L'équilibre budgétaire constitue un autre sujet de difficultés pour M. Schröder. Ce dernier s'est engagé, devant ses partenaires européens, à y revenir en 2006, mais le ministre des finances, Hans Eichel, vient de faire savoir que cet objectif ne serait atteint que s'il y a une reprise économique. Evalué à 3,75 % de son PIB, soit nettement au-dessus des 3 % autorisés par le Pacte de stabilité européen, le déficit allemand devrait rester au-dessus de la barre des 3 % en 2003. La reprise de la consommation allemande, l'un des facteurs qui conditionnent la croissance économique du pays, est pour l'instant très hypothétique.

Dans l'actualisation de son "programme de stabilité" rendue publique le 18 décembre, le ministère des finances admet qu'il lui faudra une croissance de 2,25 % entre 2004 et 2006 pour revenir à l'équilibre budgétaire en 2006, ce qui est loin d'être gagné. "D'autres réformes, avant tout dans le domaine des assurances sociales, sont nécessaires pour consolider la dynamique de croissance", signale le document en laissant entendre d'autres décisions douloureuses.

Les tensions internes à la coalition restent fortes. Les relations entre les Verts et le SPD, qui forment la coalition gouvernementale, ne sortent pas améliorées de l'épreuve qu'ils traversent. Au dernier congrès des Verts, de vives critiques avaient été entendues sur la façon dont le chancelier menait ses troupes. Le rejet par la Cour constitutionnelle de la loi sur l'immigration complique la situation. Le texte, présenté par le gouvernement sous l'impulsion des Verts, mais sans grand enthousiasme d'une partie du SPD, chancelier Schröder compris, avait été soumis à une incessante guérilla de l'opposition. Pour passer, il avait du être amendé de ses dispositions originelles nettement plus conformes à la pensée des Verts. Le nouveau texte, que le gouvernement a promis de présenter dès janvier 2003, ne pourra être voté qu'avec l'accord de l'opposition. Cela risque de remobiliser les courants qui, au sein des Verts, questionnent l'efficacité de leur présence au gouvernement. Des tensions identiques peuvent se manifester en cas de conflit avec l'Irak.

Quant au SPD, il n'est pas non plus affranchi de tensions internes. Le débat sur la fiscalité a révélé le potentiel d'opposition entre les barons du parti, proches des syndicats et soumis à la pression de leurs électeurs, et un chancelier qui, dans une passe économique difficile, doit réformer un appareil d'Etat vieilli et un système de redistribution social essoufflé par le coût de la réunification. M. Schröder a récemment dénoncé lui-même publiquement la "cacophonie" interne régnant au sein de son parti.

Georges Marion


L'indice Ifo à la baisse pour le septième mois

Malgré les espoirs de reprise dans le courant 2003, le climat des affaires demeure morose au sein de la première puissance économique de la zone euro. Très attendu, le baromètre mensuel de l'institut de conjoncture Ifo a enregistré sa septième baisse consécutive, à 87,1 points, selon des chiffres publiés mercredi 18 décembre à Munich. Pour la première fois depuis mai, les attentes des milieux d'affaires repartent néanmoins à la hausse pour le semestre à venir.

Dans l'immédiat, l'horizon est encore bien sombre. Le chômage est repassé au-dessus du seuil des 4 millions de personnes en novembre. Le nombre de faillites frôle les 40 000, un niveau record, et la production industrielle a encore chuté en octobre. L'Organisation de coopération et de développement économiques (OCDE) a affirmé mardi que l'Allemagne resterait abonnée à une croissance faible faute de réformes structurelles en profondeur et de coupes dans les dépenses sociales. Selon la Bundesbank, la croissance devrait se situer pour 2002 entre 0 % et 0,5 %.

 

LE MONDE | 09.12.02 | 13h25

La dégradation de la situation en Allemagne met sous pression le gouvernement de M.  Schröder : Pris en tenaille entre les syndicats, le patronat, la base de son parti et l'opposition, le chancelier semble paralysé face au chômage persistant et à l'atonie économique du pays.

Berlin de notre correspondant

Cent jours ne se sont pas écoulés depuis sa réélection, mais Gerhard Schröder, confronté à une économie languissante, assailli de toutes parts, ne parvient toujours pas à reprendre le gouvernail en main.

Il affronte non seulement une opposition qui ne se console pas d'avoir perdu de justesse les législatives de septembre, mais aussi les états d'âme de ses amis politiques. Les Verts, en proie à leurs propres divisions, affichent leur différence avec les ministres sociaux-démocrates, qui ont du mal eux-mêmes à s'accorder sur les réformes à mettre en chantier pour combler les déficits, enrayer le chômage et relancer l'économie.

Courtisés pendant la campagne électorale par le chancelier, les syndicats défilent pour demander des hausses de salaires, notamment dans la fonction publique, et prévenir qu'il faudra compter avec eux s'agissant des réformes annoncées en matière de retraites et du système de santé. A deux mois d'élections régionales importantes, cela ne facilite pas la mise en œuvre de celles qui avaient été annoncées.

DISQUE ICONOCLASTE

A l'origine d'un plan de lutte anti-chômage sur lequel les sociaux-démocrates ont fait une bonne partie de leur campagne électorale, Peter Hartz, chef du personnel de Volkswagen, reprochait récemment à Gerhard Schröder d'"édulcorer" son travail. De telles méthodes, prédit-il, ne permettront pas de faire reculer le chômage. Déjà, les mauvais augures pronostiquent qu'ils pourraient être 4,5 millions dans quelques mois, donnant de l'Allemagne cette image de "géant fragile" qui orne la dernière couverture de l'hebdomadaire The Economist.

Pris entre tous ces feux, le chancelier a de la peine à tracer la ligne qu'il entend suivre, notamment en matière fiscale, principale pomme de discorde au sein de la coalition. Craignant la fuite des capitaux que pourrait susciter l'instauration d'un impôt sur la fortune, M. Schröder, lors du débat budgétaire, s'y est résolument opposé. Mais la base, comme nombre de cadres de son parti, l'entend autrement. Les syndicats – qui ont dû consentir à la hausse des cotisations de retraite et dont les membres, comme leurs concitoyens souvent couverts par une caisse maladie privée, viennent de subir une forte hausse des primes (+ 15 % en moyenne) – demandent que l'on prenne également "dans la poche des riches". Au risque d'une petite fronde contre son patron, le chef du groupe parlementaire social-démocrate, Franz Müntefering, est à peu près du même avis, tout comme le ministre-président de Basse-Saxe, Sigmar Gabriel. Soumis en février à une difficile réélection dans son Land, celui du chancelier, il entend résolument se positionner à gauche.

Déprimés, les Allemands continuent de s'arracher le disque du chansonnier Elmar Brandt qui, imitant la voix de Gerhard Schröder, pousse quelques couplets cruels pour le chef du gouvernement. "Quand on est élu, on est élu", chante le faux chancelier, en référence à une célèbre déclaration de son modèle lors de la campagne électorale. Et d'ajouter : "Maintenant, je suis invirable, c'est ce qu'il y a de chouette dans la démocratie (...). Je veux juste un peu de pognon pour la patrie."

Le succès de ce disque iconoclaste est à la hauteur de la chute de popularité du chancelier et de son équipe dans les sondages. La dernière de ces études assure que, si de nouvelles élections avaient lieu aujourd'hui, les sociaux-démocrates n'obtiendraient plus que 28 % des suffrages, soit 10,5 points de moins que leur score du 22 septembre. Les chrétiens-démocrates atteindraient, eux, 48 % des suffrages, soit 10,5 points de plus. D'autres résultats indiquent que, pour la première fois, la popularité personnelle de la présidente de la CDU, Angela Merkel, dépasse nettement celle de Gerhard Schröder.

Du coup, l'opposition fait feu de tout bois en prévisions du tour suivant, prévu le 2 février 2003, lorsque les électeurs de Hesse et de Basse-Saxe éliront leurs députés au Landtag (Parlement régional). Si les deux régions tombent dans son escarcelle, ce que prédisent tous les sondages, l'opposition disposera d'une majorité des deux tiers au Bundesrat (chambre des Etats) et sera en mesure de bloquer tous les textes gouvernementaux.

"SAUVER LE PAYS"

Dans cette perspective, il s'agit de tenir les troupes en alerte. Elle exige à grands cris une commission parlementaire pour enquêter sur les "mensonges" du gouvernement pendant la campagne électorale, l'accusant d'avoir caché l'état réel du pays. Elle conteste systématiquement toutes les initiatives de la majorité : elle n'a ainsi accepté que du bout des lèvres le déplacement du Bundestag à Versailles, jugé trop dispendieux, pour célébrer en janvier le traité de l'Elysée.

En cas de défaite aux élections régionales, beaucoup estiment que sociaux-démocrates et Verts ne pourront résister à la pression, et les idées de grande coalition recommencent à faire surface. Les Verts ne parlaient que de cela, dans les couloirs de leur congrès, samedi et dimanche, à Hanovre. C'est la seule façon de "sauver le pays", écrit, dans son dernier éditorial, le directeur de l'hebdomadaire Die Zeit, Michael Naumann, ancien secrétaire d'Etat à la culture du premier gouvernement Schröder.

Georges Marion

LE MONDE | 19.12.02 | 13h12

L'échec des négociations salariales relance les risques de grève chez les 3  millions de fonctionnaires

Le syndicat Verdi, né de la fusion en 2001 de cinq centrales présentes dans les services, réclame plus de 3 % d'augmentations. Le gouvernement propose un gel des salaires, ou de modestes hausses.

Francfort de notre correspondant

"Quoi qu'il arrive, ce sera insuffisant", dit-il. Hasan Hydin, bagagiste de l'aéroport de Francfort, n'attend pas grand-chose des négociations salariales en cours dans la fonction publique allemande.

Avec ses collègues, l'employé en uniforme bleu a néanmoins participé en début de semaine à la grève d'avertissement organisée sur le site. "Trois heures d'arrêts de travail, ce n'est pas efficace, on devrait faire comme les Français et bloquer les installations pendant deux ou trois jours", dit-il en souriant.

Comme pour lui donner raison, les négociations sur la fonction publique menées dans la nuit de mercredi 18 au jeudi 19 décembre ont échoué. Le syndicat Verdi réclame plus de 3 % d'augmentations. Le gouvernement propose un gel des salaires, ou de modestes hausses. "Tout le monde espère un accord le plus élevé possible", constate une déléguée syndicale, "l'idéal serait de trouver un compromis avant Noël, via la procédure d'arbitrage qui doit être organisée désormais. Sinon, la base est prête à durcir le mouvement en début d'année."

L'écrasante majorité des employés rencontrés sur le site de l'aéroport de Francfort ne se posent pas de question. "On en a marre, ici, les managers s'attribuent des primes en millions, et nous on ne voit jamais rien venir", lance un agent de sécurité avant de filer sur son vélo. "Cigarettes, essence, nourriture, tout a augmenté ces derniers mois, surtout depuis le passage à l'euro", constate un collègue de Hasan Hydin dans le local souterrain qui sert de lieu de repos à leur équipe. Machines à café, sandwiches sortis des sacs, le sujet occupe les discussions. Rares sont ceux qui dénoncent l'ampleur des revendications, ou le moment choisi. Seul Guy, en poste à l'entrée d'une zone d'embarquement, s'interroge : "3 % ? C'est beaucoup trop alors que la pays est dans un triste état", dit-il.

Le mouvement organisé dans les premières heures de la matinée, mardi, a d'ailleurs connu une mobilisation plus forte qu'en 1992, année de la dernière grande grève. Plus de mille personnes ont suspendu le travail, sur les quelque 13 000 que compte l'exploitant semi-public de l'aéroport. 160 vols ont dû être annulés et des milliers de passagers ont été retardés.

"Les salariés sont réellement mécontents. L'avertissement a porté ses fruits : nous avons montré qu'un éventuel durcissement du conflit ne concernerait pas seulement les infirmiers et les éducatrices de crèche : nous pouvons bloquer une infrastructure indispensablesur le plan économique", dit Harald Rose, le responsable du bureau de Verdi sur l'immense plate-forme aéroportuaire. Francfort compte près de 50 millions de passagers par an, et avec 60 000 salariés – si l'on compte les effectifs de toutes les entreprises présentes –, le site est le plus gros employeur local.

"ATTIRER LES JEUNES"

Harald Rose sait que son syndicat, né de la fusion en 2001 de cinq centrales présentes dans les services, joue gros dans l'affaire. C'est un test pour Frank Bsirske, le président – également membre du parti Vert – de la jeune organisation. "Il est clair que c'est notre crédibilité qui est en jeu. Il s'agit des premières négociations que nous menons dans le secteur public, ou affilié, depuis la fusion", dit ce permanent. "Les autres branches ont obtenu des accords au-delà ou proche du seuil des 3 % cette année, pourquoi pas nous ?", ajoute-t-il.

"Les employés de la fonction publique ne doivent pas être à la traîne des gens du privé. Sinon, nous ne pourrons plus attirer les jeunes". Pour son collègue Frank Steibli, porte-parole de Verdi dans la région, l'enjeu dépasse d'ailleurs les 3 millions de salariés des seuls services publics. "Eglises, associations, plus de 5 millions d'employés sont par ailleurs concernés par l'actuel bras de fer", dit-il.

En face, pourtant, les employeurs font le gros dos, avec des arguments présentés comme imparables. Baisse des recettes fiscales, dérapage budgétaire, les caisses sont vides, font-il valoir. Le ministre de l'intérieur, Otto Schily (SPD), qui conduit les négociations au nom de l'Etat fédéral, qualifie de "provocations" les revendications syndicales. Il bénéficie du soutien de son collègue des finances Hans Eichel, lequel a bien du mal à tenir les engagements de l'Allemagne dans le cadre du pacte de stabilité et de croissance. Un argument encore plus direct est avancé : en cas de compromis trop généreux, communes, Lãnder et fédération menacent de supprimer des emplois. M. Schröder, à ce jour, ne s'est pas impliqué dans le conflit.

Philippe Ricard

 

Rhetorik Sicherung

 

1. Simulieren Sie eine Konfliktsituation zwischen zwei oder mehreren Gesprächspartnern! Versuchen Sie, verschiedene Kommunikationstechniken und Strukturen des Streitgespräches anzuwenden und schließlich einen Konsens zu finden. (mindestens 1 Seite): Gespräch mit Ihrem Psychologen: Sie möchten das Studium abbrechen (abandonner).

 

Psy : Guten Tag, sehr geehrt----------- Herr Studentissimo. Ich habe Sie zu ---------- geladen, denn ich habe------------, dass Sie Ihr Studium abbrechen möchten. Stimmt-------------?

Stu: ja, ganz und gar. Ich darf vielleicht noch ---------------, dass ich kein Einzelfall bin, denn 25 Prozent all---------- Studenten brechen --------- Studium auch ----------. (Statistiken)

Psy: Das, was Sie eben sagten, ------------ zwar. 25% aller Studenten brechen schon im 4. Semester ihr Studium ---------. Andererseits müssten Sie auch die Tatsache -----------------, dass 75% ihr Studium absolvieren. Aber Zahlen beiseite. -------------- sie als Mensch eine Chance in unserer Gesellschaft haben wollen, und wenn sie durch einen Job diese Chance verwirklichen können, ----------------- sollten Sie Ihr Studium beenden. (Syllogismus)

Stu: Gerade das halte ich aber für ---------------. Als Mensch sehe ich meine Chance in unserer ----------- nicht darin, dass ich einen Job finde. Da-------- möchte ich noch sagen, dass ich einen Unterschied zwischen de--------- beruflichen und dem privat---------- Erfolg sehe. (Differenzieren)

Psy: Darf ich mein Bedenken -------------? Denn ich sehe keinen ------------------- zwischen dem beruflichen und  dem privaten Erfolg, in dem Maße ------------- das eine das andere bestimmt.

Stu: Auf keinen -------------. In dieser Hinsicht möchte ich die berühmte Parole von Mai ----------- zitieren: „Mach kaputt, was dich kaputt macht“. (Zitat) Und daraus ist ein-------- neu--------- Gesellschaft entstanden, eine freiere. (historischer Perspektivismus)

Psy: Wollen Sie denn behaupten, dass Sie das System kaputt machen wollen, indem Sie sich ----------- kaputt machen? Oder anders ausgedrückt: Sie wollen Ihr Studium abbrechen im Namen Ihrer individuell------------ Freiheit. Ich befürchte ----------, dass Sie in diesem Punkt eher eine Kamikaze-Lebenseinstellung haben. (Analogie) Und d---------- Ergebnis kennen wir alle.

Stu: Das haben Sie falsch verstanden. Es geht nicht  darum, die Gesellschaft --------------- zerstören durch mein assoziales Verhalten, sondern darum, meinen eigen------------ Weg an dieser Gesellschaft vorbei zu finden.  Und ich habe das Recht dazu, denn die individuelle Freiheit ist ja eines ---------- Prinzipien unser------------ demokratischen Staaten. (ethisch)

Psy: Ich verstehe,

Rhetorik I : Problematische Fragen und Umgang mit den Konflikten im Team

 

Frei nach „Knill + Knill Kommunikationsmanagement“  (www.rhetorik.ch)

 

Bearbeiten Sie in den Gruppen (Gruppe a, b... Text 1, Gruppe c,d.. Text 2, Gruppe e, f Dokument 3) die folgenden Texte. Notieren Sie Stichwörter zu den Hauptinformationen. Tragen Sie Kommilitonen aus einer anderen Gruppen vor, was Sie in den Dokumenten an Informationen gefunden haben. Notieren Sie die Infos aus den anderen Texten!

 

v      Hinweise zum ersten Text

- Definieren Sie eine manipulative Frage anhand von dem Text!

- Welche Methoden werden im Text vorgestellt, um richtig auf eine manipulative Frage zu reagieren.

- Erklären Sie die angebotenen Möglichkeiten anhand von selber erfundenen Beispielen, oder von selber erlebten Beispielen.

 

v      Hinweise zum zweiten Text

- Was ist der Konfliktmanagement? Inwiefern ist der Konfliktmanagement wichtig? Wie lässt sich einen Konflikt lösen?

- Welche Konfliktarten können auftreten?

- Wann haben Sie zum letzten Mal einen sozialen Konflikt gehabt? Von welcher Art? Wie haben Sie darauf reagiert?

 

v      Hiweise zum dritten Dokument

- Worum handelt es sich in diesem Dokument?

- Welche autoritären und unüberlegten Mittel werden  angewandt, um auf einen Konflikt zu reagieren?

- Wann haben Sie zum letzten Mal einen Konflikt erlebt? Erzählen Sie, ob Sie schlecht oder richtig darauf reagiert haben!

 

Benotet: Vierer Gruppen

 

Schreiben Sie ein Szenario mit 4 Personen, die in eine Konfliktsituation geraten, die sie entweder lösen, oder aber nicht managen können.

Legen Sie fest:

v      Wo (In einem Unternehmen, an der Uni, in einer Wohngemeinschaft...)

v      Wer (bestimmen Sie die Funktionen, die Hierarchiestufen, die Charaktere)

v      Worüber (umreissen Sie die Thematik des Konfliktes, die verschiedenen Standpunkte)

v      Wie (welche Art von Fragen, Antworten, Reaktionen)


Text 1 Manipulative Fragen

 

Auf Konferenzen, Geschäftsleitungssitzungen, Seminaren werden Sie bestimmt mit folgendem Problem konfrontiert werden, und zwar damit, daß Sie manipulativ gefragt werden werden. Wie kann man und muß man darauf reagieren.

Zuerst mal die manipulative Frage erkennen. Wenn zum Beispiel der Vorsitzende bei einer Sitzung so fragt: "Ich gehe davon aus, dass jetzt wirklich keine Frage mehr offen ist, oder?". Dann ist es sicher, dass alle Anwesenden stumm bleiben. Warum? Wo liegt darin die Manipulation? In der Frage ist eine Aussage enthalten, und zwar: „ich war so klar, daß keine Fragen hier nötig sind, es sei denn, sie wollen mich persönlich angreifen“.

Es sind andere Möglichkeiten, einen Redner aus der Fassung zu bringen, bewusst oder unbewusst. Wie zum Beispiel mit der Aussage:

-"Das, was Sie soeben gesagt haben, überzeugt nicht!" sagt der Kollege X .

- "Warum nicht?" antwortet der Kollege Y.

Was ist falsch an dieser Reaktion? Die Rückfrage ermöglicht dem Kontrahenten in aller Breite seine Gegenargumente noch einmal vorzutragen und sie im Bewusstsein der anderen Anwesenden zu verankern. Die Rückfrage gibt dem Kritiker eine freie Plattform.

Es gilt also folgende Regel zu verfolgen. Wenn wir merken, dass mit der Frage die Schattenseite der eigenen Argumentation verstärkt wird, müssen wir antworten und nicht zurückfragen.

Vor allem dann, wenn versucht wird, Sie gezielt zu positionieren, dürfen Sie folgende Lenkungstechniken anwenden.

- Überhören Sie die Frage

"Diese Frage geht am Kern der Sache vorbei. Wir reden von dem Niveau der Studenten. Hier müssen wir unbedingt zu den Erstsemestlern erwähnen, dass...."

- Theoterisieren die Frage

"Recht theoretisch diese Frage! In der Praxis sehen wir, dass......."

- Betonen Sie die Inkompetenz des Fragestellers

"Als Angestellter müssten Sie wissen, dass....."

- Fokussieren Sie die Frage (Thema begrenzen)

"Sie beleuchten mit Ihrer Frage ein völlig themenfremdes Gebiet. In unserem Gespäch sprachen wir von......"

- Bewerten Sie die Frage

"Entschuldigung. Diese Frage ist zu abstrakt. Die Bevölkerung möchte wissen, was....... Deshalb......"

- Interpretieren Sie die Frage

"Ihre Frage bezieht sich auf ........ (XY). Wir haben jedoch ..den (Z).. Aspekt angesprochen. Dazu muss man noch sagen:......."

- Ersetzen Sie die Frage

„Ihre Frage streift das Theme nur. Die wichtigste Frage für das Publikum lautet: .....?"

- Adressieren Sie die Frage neu

"Diese Frage müssten Sie den Kunden stellen. Wir können zu...(XY)...sagen, dass......"

- Engen Sie die Frage ein (lassen Sie Begriffe definieren)

"Bevor wir auf diese Frage eingehen können, müssten Sie zuerst klären, was Sie unter..(X).... verstehen."

 

 

 


Text 2

Konfliktarten

Wo gearbeitet wird, gibt es Konflikte. Wir müssen lediglich lernen, mit Konflikten umzugehen. Wer mit Konflikten sinnvoll umgehen lernt, wird konfliktfähig. Etwas vom WICHTIGSTEN ist dabei die Erkenntnis: Auftretende Konflikte sind sofort anzusprechen und auszutragen, d.h. raschmöglichst, falls der Zeitpunkt ungünstig wäre. Im Alltag bei der Teamarbeit dominieren folgende Konfliktarten:

Sach-oder inhaltliche Konflikte: Sachkonflikte treten bei Meinungsdifferenzen auf oder wenn unterschiedliche Standpunkte hinsichtlich der Aufgabe auftreten. Wenn auf der Beziehungsebene keine Spannungen herrschen, können auch recht langwierige Diskussionnen problemlos geführt werden.

 

Strukturkonflikte : Wenn das Problem in der Struktur eines Teams verankert ist,d.h. wenn Personen aus verschiedensten Hierarchiestufen zusammenarbeiten und ein Höhergestellter seine dominante Position trotz Teamsituation geltend macht, dann kommt es zwangsläufig zu Strukturkonflikten. In einem derartigen Fall müssen sofort die Spielregeln deutlich festgelegt werden . Vielleicht genügt der Hinweis: "In unserem Team sind alle gleichberechtigt hinsichtlich Vorschlägen."

Wertkonflikte : Wertkonflikte basieren auf den unterschiedlichen Werthaltungen der Beteiligten. Da kaum jemand von der eigenen Wertvorstellung abrückt und auch selten jemand von einer fremden Wervorstellung überzeugt werden kann, ist bei Wertkonflikten ein Diskutieren sinnlos. Wir müssen in diesem Fall auf die Unterschiede hinweisen und müssen versuchen, Verständnis für die unliebsame Vorstellung zu schaffen (Toleranz).

 
Jedes Team, das länger zusammenarbeitet, muss die eigenen Arbeitsweise unbedingt von Zeit zu Zeit zur Diskussion stellen und klären, wie die Konflikte entstehen. Dieses Reflektieren über die Ursachen der laufenden Konflikte ist hilfreich. Der angebliche Zeitverlust der Konfliktanalyse wird dann letztlich zum Zeitgewinn.


Dokument 3 Konflikthandhabung

 

 

Schlecht

 

Besser

Persönlich angreifen

besser ist

Problem in den Mittelpunkt stellen.

Sie versuchen, den Willen des andern zu brechen.

besser ist

Sie versuchen, mit Sachargumenten und Fakten zu überzeugen.

Versuchen, selbst zu gewinnen und den anderen zu vernichten.

besser ist

Einen gemeinsamen Weg zur Lösung des Problems suchen.

Druck ausüber

besser ist

Mit Argumenten überzeugen.

Sie lassen dem Partner keine Rückzugsmöglichkeiten.

besser ist

Sie kommen dem andern so entgegen, sodass er seine Position ohne Gesichtsverlust verändern kann.

Sich bei der Urteilsbildung zu früh festlegen.

besser ist

Weiterhin offen bleiben für überzeugende Argumente.

Möglichkeiten sind begrenzt, weil Sie nur ein Entweder-oder sehen.

besser ist

Es gibt für Sie eine breite Palette von Möglichkeiten, ein Mehr oder Weniger.

 

 


Übersetzen Sie den folgenden Text aus Knill + Knill Kommunikationsberatung

 

"Nur wer wesentlich schweigen kann, kann wesentlich reden" Schweigen ist aktives Zuhören.

 

Sie wundern sich vielleicht, dass das Schweigen ein wichtiges Element der Rhetorik ist. Aber "Wenn die Leute wüssten, dass 70% von dem, das sie sagen, wieder gegen sie verwendet werden kann; so würden sie viel weniger reden." Denn: Schweigen heisst nicht einfach "Still sein" oder "Nichts sagen" sondern aktives Zuhören. H. Netzer schreibt: „Schweigen ist die Pause zum Denken, nicht vom Denken. Es geht um das Schweigen als Denkpause (Denkzimmer)“.
Vor allem dann, wenn heikle oder überraschende Fragen gestellt werden - dann muss immer zuerst nachgedacht werden. Wir haben einmal in einem Seminar den Redeprozess wie folgt skizziert: "Hören bis zum letzten Wort" d.h. konzentriert, aufmerksam zuhören dann warten, schweigen, nachdenken, überlegen, evt. laut reflektieren und erst dann reden".
Bewusstes beabsichtigtes Schweigen, im Sinne einer Stellungnahme, kann unter Umständen selbst zu einer Antwort werden. Wer nicht gelernt hat, gezielt zu schweigen, verzichtet auf eines der wichtigsten Mittel der Rhetorik. In unseren Coachings ist die Denkpause einer der wichtigsten Parameter der Überlegenheit. Leute, die unsicher sind, verunsichert wurden, signalisieren mit dem zu raschen Antworten, dass sie den Boden unter den Füssen verloren haben. Nur wer überlegen ist, kann sich das Überlegen leisten.
Tatsächlich: In zahlreichen Gesprächssituationen kann keine Antwort die beste Antwort sein. Bei der provokativen Rhetorik, bei persönlichen Angriffen, bei emotional geprägten Ueberraschungen kann ein kurzes Schweigen - verbunden mit einem nonverbalen Signal "Aber bitte nicht so!" - die aussagekräftigste Entgegnung sein.

 

 

Vokabeln zu Rhetorik I

 

an/greifen (ei,i,i)

attaquer

an/wenden (a,a)

appliquer

anwesend

présent

auf der politischen Ebene

au niveau politique

aus/gehen (e,i,a) von +dat

partir du principe que

beleuchten

éclairer

bewusst

consciemment

beziehen, sich auf +acc

se rapporter à

beziehung, die (en)

relation

ebene, die

plaine

eng

étroit

enthalten (ä,ie,a)

contenir

entstehen (a,a)

naître

entweder ... oder

soit ... soit

erkennen, etw (e,a,a)

reconnaître

ermöglichen, jm etw

donner la possibilité à

ersetzen

remplacer

erwähnen

évoquer

Gebiet, das

domaine

geltend machen

faire valoir

genügen

suffire

Geschäftsleitung, die

la direction d’une entreprise

herrschen

dominer, régir

Inhalt, der (e)

contenu

kaum

à peine

Kern, der (e)

noyau

Kontrahent, der (en,en)

adversaire ou partenaire selon le contexte

lenken

guider diriger

lösen

résoudre

nötig

nécessaire

reagieren, auf +acc

réagir à

Rückzug, der

retraite, se retirer

Schatten, der

ombre

sinnvoll

sensé

Sitzung, die

conférence, réunion de travail etc..

Spannung, die

tension

Stufe, die (n)

étage, marche

stumm

muet

trotz +gen

malgré

überzeugen

persuader

Umgang, der mit +dat

ici la gestion de

unbedingt

absolutment

ungünstig

défavorable

Unterschiedlich, Unterschied, der (e), unterscheiden (ie,ie)

différent

Ursache, die (n)

cause

urteilen, beurteilen

juger

verankern

ancrer

verfolgen etw

poursuivre, suivre

vernichten

détruire

verstärken

renforcer

vorbei/gehen an +dat

passer devant quc

Vorschlag, der (ä,e)

proposition

Vorsitzende, der 

directeur, président etc...

Vorstellung, die (en)

représentation intellectuelle

Wert, der (e), bewerten

valeur, évaluer

Wille, der (n,n)

volonté

Ziel, das (e)

but

zwangsläufig

obligatoirement

zwingen (a,u)

obliger

 


Version (Sören Kierkegaard)

 

« Seul celui qui sait garder un silence absolu, sait parler de l’absolu ». Le silence est une écoute active »

 

Vous serez peut-être étonné d’entendre que le silence est un élément important de la /en rhétorique. Mais « si les gens savaient que 70% de ce qu’ils disent peut être réutilisé contre eux, alors ils parleraient moins. » Car le silence ne signifie pas simplement rester silencieux ou ne rien dire, mais signifie au contraire l’écoute / une écoute active. HNetzer écrit (à ce sujet) : Le silence est l’arrêt nécessaire à la pensée et non pas l’arrêt de la pensée / qui dispense de penser. Il s’agit du silence comme étant un arrêt sur la pensée (une pièce où penser)

Et surtout lorsque des questions délicates ou surprenantes sont posées – alors il faut toujours d’abord réfléchir. Nous avons une fois dans un séminaire / à l’’occasion d’un séminaire  tracé / ébauché le processus de discours comme suit : «  écouter jusqu’au dernier mot, c-à-d écouter l’interlocuteur de manière concentrée et attentive, puis attendre, se taire et réfléchir et réfléchir au problème, éventuellement à haute voix et ne parler / se prononcer qu’à ce moment- là.

Un silence conscient et intentionné, au sens d’une prise de position, peut le cas échéant / éventuellement devenir lui-même une réponse. Celui qui n’a pas appris à positionner son silence / avoir un silence ciblé renonce à un des moyens les plus importants de la rhétorique. Dans nos séances de coaching l’arrêt sur la pensée est l’un des paramètres les plus importants de la supériorité. Les personnes, qui ne sont pas sûres d’elles ou qui ont été désorientées / qui ont perdu leurs moyens, signalent par une réponse trop rapide qu’elles ont perdu pied. Seul celui qui est supérieur  peut se permettre de réfléchir.

En effet : dans de nombreuses situations de conversations l’absence de réponses peut être la meilleure réponse. Lors d’une rhétorique de la provocation, lors d’attaques personnelles, lors de surprises marquées par l’émotion, un silence bref- accompagné par/ d’ un signal non verbal « pas comme ça je vous prie/ sur ce ton s’il vous plait »- peut être la réplique la plus percutante.


Vokabeln zum Streitgespräch

 

Seine Meinung äußern

Ich bin der Ansicht / der Meinung / der Auffassung

De mon point de vue

À mon avis

Pour moi

Was x,y, betrifft / angeht

En ce qui concerne y,x

Pour ce qui est de ..

Im Hinblick auf

En matière de …

Compte tenu de …

Auf der …. Ebene

Sur le plan …

In bezug auf +acc

En rapport à

En tenant compte de ..

Einerseits … andererseits

D’une part d’autre part

Im Allgemeinen … in diesem Fall

En général … dans le cas précis

Es hängt davon ab, wie /wenn/ ob/ mit wem

Es kommt darauf an, ob, wann, wer

Cela dépend de la façon dont ..

 

Cela dépend si, quand, qui …

Und nun komme ich zu X,Y

Et maintenant pour ce qui est de ..

Et maintenant j’en viens  à

Darf ich noch kurz auf das Problem Yx zu sprechen kommen

Puis-je encore me permettre d’évoquer rapidement le problème

Darf ich noch auf die Frage XY eingehen

Si je peux me permettre d’ajouter quelques mots quant à la question de …

Hinsichtlich +gen

Pour ce qui est de

Quant à

In politischer Hinsicht

Du / au point de vue politique

Kurz gesagt

En un mot

Mir scheint, daß

Il me semble que

Ich habe den Eindruck, daß

J’ai l’impression que

Soviel ich weiß,

pour autant que je le sache, …

Es besteht kein Zweifel, daß

Il ne fait aucun doute que

Bezüglich +gen

Au sujet de , relativement à

Es liegt doch auf der Hand, daß

Il va de soi que

Sein Mißverständnis ausdrücken

Das spielt hier dort keine Rolle

Cela n’a ici aucune importance

Was hat das aber mit unserem Problem zu tun?

En quoi cela concerne-t-il notre problème ?

Das ist ja unerhört !

Non mais c’est incroyable

Sie ticken ja nicht richtig

Vous déconnez ou quoi

Ich bin damit absolut nicht einverstanden

Je ne suis absolument pas d’accord

Da bin ich anderer Meinung

Là, je suis d’un autre avis

Da kann ich leider nicht zustimmen

Là je ne peux  malheureusement pas vous suivre

Sehr eindrucksvoll, aber völlig daneben

Très impressionnant mais complètement à côté

Auf keinen Fall

En aucun cas

Ganz und gar nicht

Pas du tout

Das haben Sie falsch verstanden. Es geht nicht um …., sondern um …

Vous n’avez pas compris. Il s’agit de … et non pas de …

 

 

Kommt gar nicht in Frage

Il n’en est pas question

Strategisch widersprechen

Ich verstehe, was sie meinen, aber

Je comprends ce que vous voulez dire, mais

Kann sein, meinen Sie nicht auch, dass

Peut-être, mais ne pensez-vous pas que

Ich glaube, Sie berücksichtigen nicht genug die Tatsache, dass

Il me semble que vous ne prenez pas assez en compte le fait que

Das halte ich doch für problematisch

Cela me semble problématique

Entschuldigen Sie, aber ich sehe die Sache anders

Je vous prie de m’excuser, mais quant à moi je vois les choses différemment

Ich kann Ihnen leider nicht zustimmen

Je ne peux malheureusement pas vous suivre

Da haben Sie zwar recht, aber

Là vous avez certes raison, mais

Es stimmt schon, daß … aber

Certes cela est vrai, mais

Ich verstehe Ihren Standpunkt, aber

Je comprends votre point de vue, mais

Ich befürchte leider, dass ich hier …

Je crains de ne malheureusement pas pouvoir vous suivre …

Darf ich mein Bedenken ausdrücken, was … angeht

Je voudrais émettre quelques réserves quant à…

Entschuldigung, wenn ich danach frage, aber …

Je vous prie d’excuser cette question, mais …

Wollen Sie denn behaupten, daß

Ne seriez-vous pas en train de prétendre que …

Mich würde mal auch interessieren, zu erfahren, wie / …

Ce qui me paraît alors intéressant, c’est de savoir comment …

Vielen Dank für die Kritik. Ich werde darüber nachdenken, aber …

Je vous remercie pour la critique. J’en tiendrais compte, mais

Teilweise kann ich Ihnen zustimmen, aber

Dans un certain sens, je peux vous suivre, mais

Seine Zustimmung ausdrücken

Da bin ich ganz Ihrer Meinung

Je suis sur ce point tout à fait de votre avis

Das, was Sie eben gesagt haben, gefällt mir ganz und gar

Ce que vous venez de dire, me plaît sans aucune réserve

Dazu fällt mir noch ein, dass…

Je pense justement sur ce point …

Ich darf vielleicht ergänzen

Me permettrez-vous d’ajouter que

Darf ich noch hinzufügen, daß

Puis-je ajouter que …

Sie erwähnen gerade das …. Dazu möchte ich noch sagen, dass

Vous venez d’évoquer le …. Sur ce point je voudrais ajouter que …

Sie haben in diesem Punkt vollkommen recht.

Vous avez totalement raison sur ce point.

 

 

 


Vokabeln zum Streitgespräch

 

Seine Meinung äußern

Ich bin der Ansicht / der Meinung / der Auffassung

De mon point de vue

À mon avis

Pour moi

Was x,y, betrifft / angeht

En ce qui concerne y,x

Pour ce qui est de ..

Im Hinblick auf

En matière de …

Compte tenu de …

Auf der …. Ebene

Sur le plan …

In bezug auf +acc

En rapport à

En tenant compte de ..

Einerseits … andererseits

D’une part d’autre part

Im Allgemeinen … in diesem Fall

En général … dans le cas précis

Es hängt davon ab, wie /wenn/ ob/ mit wem

Es kommt darauf an, ob, wann, wer

Cela dépend de la façon dont ..

 

Cela dépend si, quand, qui …

Und nun komme ich zu X,Y

Et maintenant pour ce qui est de ..

Et maintenant j’en viens  à

Darf ich noch kurz auf das Problem Yx zu sprechen kommen

Puis-je encore me permettre d’évoquer rapidement le problème

Darf ich noch auf die Frage XY eingehen

Si je peux me permettre d’ajouter quelques mots quant à la question de …

Hinsichtlich +gen

Pour ce qui est de

Quant à

In einer politischen Hinsicht

Du / au point de vue politique

Kurz gesagt

En un mot

Mir scheint, daß

Il me semble que

Ich habe den Eindruck, daß

J’ai l’impression que

Soviel ich weiß,

pour autant que je le sache, …

Es besteht kein Zweifel, daß

Il ne fait aucun doute que

Bezüglich +gen

Au sujet de , relativement à

Es liegt doch auf der Hand, daß

Il va de soi que

Sein Mißverständnis ausdrücken

Das spielt hier dort keine Rolle

Cela n’a ici aucune importance

Was hat das aber mit unserem Problem zu tun?

En quoi cela concerne-t-il notre problème ?

Das ist ja unerhört !

Non mais c’est incroyable

Sie ticken ja nicht richtig

Vous déconnez ou quoi

Ich bin damit absolut nicht einverstanden

Je ne suis absolument pas d’accord

Da bin ich anderer Meinung

Là, je suis d’un autre avis

Da kann ich leider nicht zustimmen

Là je ne peux  malheureusement pas vous suivre

Sehr eindrucksvoll, aber völlig daneben

Très impréssionant mais complètement à côté

Auf keinen Fall

En aucun cas

Ganz und gar nicht

Pas du tout

Das haben Sie falsch verstanden. Es geht nicht um …., sondern um …

Vous n’avez pas compris. Il s’agit de … et non pas de …

 

 

Kommt gar nicht in Frage

Il n’en est pas question

Strategisch widersprechen

Ich verstehe, was sie meinen, aber

Je comprends ce que vous voulez dire, mais

Kann sein, meinen Sie nicht auch, dass

Peut-être, mais ne pensez-vous pas que

Ich glaube, Sie berücksichtigen nicht genug die Tatsache, dass

Il me semble que vous ne prenez pas assez en compte le fait que

Das halte ich doch für problematisch

Cela me semble problématique

Entschuldigen Sie, aber ich sehe die Sache anders

Je vous prie de m’excuser, mais quant à moi je vois les choses différement

Ich kann Ihnen leider nicht zustimmen

Je ne peux malheureusement pas vous suivre

Da haben Sie zwar recht, aber

Là vous avez certes raison, mais

Es stimmt schon, daß … aber

Certes cela est vrai, mais

Ich verstehe Ihren Standpunkt, aber

Je comprends votre point de vue, mais

Ich befürchte leider, dass ich hier …

Je crains de ne malheureusement pas pouvoir vous suivre …

Darf ich mein Bedenken ausdrücken, was … angeht

Je voudrais émettre quelques réserves quant à…

Entschuldigung, wenn ich danach frage, aber …

Je vous prie d’excuser cette question, mais …

Wollen Sie denn behaupten, daß

Ne seriez-vous pas en train de prétendre que …

Mich würde mal auch interessieren, zu erfahren, wie / …

Ce qui me paraît alors intéressant, c’est de savoir comment …

Vielen Dank für die Kritik. Ich werde darüber nachdenken, aber …

Je vous remercie pour la critique. J’en tiendrais compte, mais

Teilweise kann ich Ihnen zustimmen, aber

Dans un certain sens, je peux vous suivre, mais

Seine Zustimmung ausdrücken

Da bin ich ganz Ihrer Meinung

Je suis sur ce point tout à fait de votre avis

Mir gefällt ganz und gar, das, was Sie eben gesagt haben

Ce que vous venez de dire, me plaît sans aucune réserve

Dazu fällt mir noch ein, dass…

Je pense justement sur ce point …

Ich darf vielleicht ergänzen

Me permettrez-vous d’ajouter que

Darf ich noch hinzufügen, daß

Puis-je ajouter que …

Sie erwähnen gerade das …. Dazu möchte ich noch sagen, dass

Vous venez d’évoquer le …. Sur ce point je voudrais ajouter que …

Sie haben in diesem Punkt vollkommen recht.

Vous avez totalement raison sur ce point.

 


Zweite Sitzung Rhetorik  „Kreativität im Team“

 

Frei nach Knill + Knill Kommunikationsberatung www.rhetorik.ch

 

Zu viele Verbote, Gebote und Normen blockieren Denkprozesse. Zu viele Scheren im Kopf lassen uns stagnieren. Probleme lösen Menschen besser, wenn sie begeistert kommunizieren, Bewegungslosigkeit bekämpfen und ganz besonders neugierig fremde Ideen begutachten.

 

 

1) Übersetzen Sie!

 

Das Phänomen der Kreativität spielt für die Kommunikation eine grosse Rolle. Mit kreativen Prozessen wollen wir Probleme lösen, die Differenz zwischen Ist- und Sollzustand aufheben. In diesem Beitrag werden entscheidende Faktoren des kreativen Vorganges erläutert und in einen Zusammenhang mit Kommunikation gestellt.

 

Führungspersönlichkeiten, Teams oder einzelne Mitarbeiter fragen sich bei ihrer Arbeit immer wieder, wie gute Ideen oder der Scharfblick für Probleme und Lösungen gefördert werden könnten. Während früher Fähigkeiten wie Innovation, Improvisation und auch Intuition eher unbeachtet blieben, finden sie heute grösste Beachtung. Die Innovation verlangt nach Phantasie, Kreativität, Visionen. Die Stärke der Improvisation zeichnet sich durch schnelle Entscheidungsfähigkeit, rasches Urteilsvermögen, situatives Denken und vor allem durch Flexibilität aus: es ist besser, eine zu 80 Prozent taugliche Lösung rechtzeitig anbieten zu können, als eine zu 90 Prozent geeignete, die zu spät folgt. Die Intuition schliesslich ist eng verknüpft oder lebt geradezu von der inneren Wahrnehmung. Jeder Mensch kann instinktiv und intuitiv urteilen. Einige Verfahren und Techniken haben sich im Bereich der Kreativität innerhalb von Teams bewährt und werden hier vorgestellt.

 

2) Gruppenarbeit (Benotet)

Anhand der unten aufgelisteten Methoden soll jede Arbeitsgruppe mit einer bestimmten Methode eine Simulation zum Thema „Streitgespräch unter Studenten des Studentenclubs“ erstellen und vor den anderen vorspielen.

 

 


 


Das klassische Brainstorming: